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Dauerausstellung

Foto: Ausstellungstafeln an Seitenwand hängend

Blick in die neue Dauerausstellung

Historische Postkarte: Im Vordergrund eine Kruppsche Kanone, in ihrem Geschützstrahl drei Motive aus Essen. Im Hintergrund ist das Krupp-Firmengelände zu sehen.

Gruss aus der Kanonenstadt Essen

Foto: Eine Gruppe von Kindern marschiert mit Hakenkreuzfahnen durch den Waldthausenpark

Kinderfest im Waldthausenpark 1938

Foto: Mannschaftsbild von Rot-Weiss Essen nach dem Gewinn der deutschen Fußballmeisterschaft 1955

Mannschaft von Rot-Weiss Essen nach dem Gewinn der Fußballmeisterschaft 1955

Rundgang

Den Auftakt der Ausstellung bilden die Themenbereiche Fremdwahrnehmung und Selbstdarstellung der Stadt.

Raum 1

Der historische Rundgang beginnt im Kaiserreich. Im Mittelpunkt der Darstellung stehen die städtischen Machtverhältnisse und die Besuche des Kaisers.

Raum 2

Die Weimarer Republik war einerseits geprägt von den politischen und sozialen Auseinandersetzungen an ihrem Beginn und an ihrem Ende. Andererseits war sie auch eine Blütezeit der städtischen Kultur, für die das Museum Folkwang und die bemerkenswerten Bauten der 1920er Jahre stehen.

Raum 3

Als Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, setzte das brutale Vorgehen der Nationalsozialisten gegen ihre Gegner ein. Sie wurden verhaftet, öffentlich gedemütigt, gequält und misshandelt. Vereine und Verbände wurden "gleichgeschaltet", und das gewählte Stadtparlament wurde nach kurzer Übergangszeit aufgelöst.

Raum 4

Die nationalsozialistische Herrschaft beruhte nicht nur auf Gewalt. Außenpolitische Erfolge und die Überwindung der Wirtschaftskrise festigten ebenso die Macht wie die Propagierung der "Volksgemeinschaft" und die propagandistische Aufwertung der Arbeiterschaft ("Arbeit adelt").

Raum 5

Der Mehrheitsgesellschaft, die Hitler und Mussolini zujubelte, standen die wenigen gegenüber, die Widerstand leisteten. Sechs Personen stehen beispielhaft für die, die sich widersetzten.

Raum 6

Der Boykott der jüdischen Geschäfte 1933 bildete den Auftakt zur Verfolgung und Entrechtung der jüdischen Bevölkerung. Weitere Stationen waren der Erlass der "Nürnberger Gesetze" und die Zerstörung der Synagogen.

Raum 7

Obwohl die Nationalsozialisten Krupp als Waffenschmiede des "Dritten Reichs" feierten, hatte die Firma nicht mehr die ihr zugeschriebene Bedeutung. Gleichwohl war Krupp wie die anderen Essener Firmen ein gewichtiger Teil der NS-(Kriegs)Wirtschaft.

Raum 8

Der von Deutschland ausgelöste Zweite Weltkrieg brachte Leid und Zerstörung über ganz Europa. Zu den Opfern der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik gehörten vor allem die Jüdinnen und Juden, die behinderten und als geisteskrank eingestuften Menschen und die Sinti und Roma.

Raum 9

Der Strukturwandel, die Jugendproteste, die Migration, aber auch die Deutsche Meisterschaft von Rot-Weiss Essen sind einige der Themenbereiche. Mit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 und der Eröffnung der Hauptverwaltung von ThyssenKrupp endet die Ausstellung.