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Verwaltungsakten - lebendige Stadtgeschichte in historischen Dokumenten

Patrizierbuch aus dem Jahr 1743

Foto: Deckblatt des Patrizierbuches aus dem Jahr 1743 mit farbiger Wappenzeichnung

Von den Anfängen bis zur Franzosenzeit

Die schriftliche Überlieferung beginnt bereits im 14. Jahrhundert mit den Unterlagen des Ratsarchivs. Dieses enthält u.a. Stadtrechnungen ab 1350, Ratsprotokolle ab 1679 und Gerichtsprotokolle ab dem 16. Jahrhundert. Die Akten und Amtsbücher des Ratsarchivs geben Auskunft über das damalige städtische Leben: Das Bauwesen, Handwerk und Gewerbe, das Schul- und Medizinalwesen werden ebenso dokumentiert wie die Armenfürsorge, die Besetzung durch Militär oder der Konflikt zwischen Stadt und Stift Essen. Das Ratsarchiv umfasst 2600 Verzeichnungseinheiten und reicht bis in das Jahr 1803.

Die Preußen kommen

Der Zeitraum von ca.1815 bis 1945 wird für die Stadt Essen von dem umfangreichen Bestand 102 abgedeckt. Tausende von Akten dokumentieren die gesamte städtische Verwaltungstätigkeit und enthalten beispielsweise Unterlagen des Hauptamtes, des Hochbauamtes und des Ordnungsamtes. Hier lassen sich Informationen zu den verschiedensten Themenbereichen aus dem städtischen Leben finden, zum Beispiel zu öffentlichen Gebäuden wie Schulen, zu Gärten und Parkanlagen, Plätzen und Denkmälern usw. Die Personalakten des städtischen Personals befinden sich in den Beständen 140 und 141.

Und die Aktenflut hat kein Ende...

Seit 1945 gibt es regelmäßige Aktenabgaben von städtischen Ämtern. Viele von ihnen sind nur über Abgabelisten zugänglich. Nach und nach sollen sie jedoch mithilfe der EDV erschlossen werden, so dass sie leichter benutzbar sind.

Von den Bürgermeistereien zu den Essener Stadtteilen

Für die Stadtteilgeschichte sind die Akten der Bürgermeistereien und Städte, die bis zur Eingemeindung nach Essen selbständig waren, wichtig (zum Beispiel die Bürgermeistereien Altendorf, Borbeck, Stoppenberg oder die Städte Steele, Werden und Kettwig). Leider sind auch hier große Überlieferungslücken zu beklagen. So sind im Falle der Bürgermeisterei Heisingen die Akten vollständig vernichtet worden.

 

 
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