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Erich Zweigert (25.02.1849 - 27.05.1906)

Erich Zweigert

Portraitfoto: Frontalansicht von Erich Zweigert

20 Jahre lang, von 1886 bis 1906, stand Oberbürgermeister Zweigert an der Spitze der Verwaltung der Stadt Essen.

Mit seinem Namen ist der Wandel Essens von der bescheidenen Mittelstadt zur Industriegroßstadt verbunden.

Erich Zweigert veränderte die städtischen Verwaltungsstrukturen nachhaltig. Den damaligen Ruf Essens als nüchterne Industriestadt versuchte er durch die Errichtung städtischer Großbauten und Siedlungen, durch Schaffung großzügiger Gartenanlagen und freier Plätze und nicht zuletzt durch den Erwerb des Stadtwaldes zu verändern.

Auch das kulturelle Leben der Stadt verdankt ihm sehr viel. Der Saalbau, das Städtische Orchester, das Museum und die Stadtbücherei waren sein Werk.

Sein kommunalpolitisch größtes Verdienst bleibt jedoch die räumliche Erweiterung Essens zur Großstadt. Die Reihe der unter seiner Ägide erfolgten Eingemeindungen beginnt mit dem Jahr 1897 (Eingemeindung eines Teils von Altenessen), es folgt ein Teil von Huttrop (Bernewäldchen), 1901 die Bürgermeisterei Altendorf und 1905 Rüttenscheid.

Erich Zweigerts Engagement blieb nicht auf Essen beschränkt. Er besaß einen Sitz im Provinziallandtag und im Herrenhaus und war Mitglied im Ruhrtalsperrenverein und in der Emschergenossenschaft.

Am 20. April 1906, kurz vor seinem Tod, wurde Erich Zweigert zum Ehrenbürger der Stadt Essen ernannt.