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Vergangene Wechselausstellungen

2016 bis 2017

Kaum bekannt ist der 1885 im Segeroth-Stadtviertel angelegte jüdische Friedhof, der bis 1931 belegt wurde. 750 Stelen haben die NS-Verfolgung überstanden. Die Inschriften sind mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinland kürzlich von Natanja Hüttenmeister und Anna Martin vom Steinheim Institut mit Unterstützung von Martina Strehlen von der Alten Synagoge übersetzt worden. Die wichtigsten Ergebnisse werden präsentiert

Zu den Ausstellungen aus den Jahren 2016 - 2017

2015 bis 2016

Das neue Museum zur Geschichte der Juden in Polen in Warschau konzipierte diese Wanderausstellung. Ihr Thema ist immer noch umstritten. Zum Andenken an 70 Jahre Befreiung Europas vom NS-Regime soll an die Debatte in Frankreich erinnert werden. Michaela Classen aus Werden malte eindrückliche Bilder deportierter jüdischer Kinder auf Grund von Original-Unterlagen. In deutschen Medien wird fast nur über Krisen in Israel berichtet. Dass es auch eine Normalität neben den Konflikten gibt, ist kaum präsent. Michaela Weber weist in ihren realistischen Fotos auf die vielfältige Normalität der israelischen Gesellschaft hin.

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2014 bis 2015

In den jüdischen Alltag führt die Fotoausstellung von Rafael Herlich ein: Es ist von Fußball, der jüdischen Schule Frankfurt und dem Altersheim die Rede. 2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Zum Verbundprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland bietet die Alte Synagoge eine kleine Kabinettausstellung aus eigenen Beständen dar. Wertvolle pädagogische Arbeit für Juden und Araber betreibt der Lernort Givat Haviva in Israel. Er trägt maßgeblich zum Abbau gegenseitiger Vorurteile zwischen Muslimen und Juden bei und dies in einem sehr schwierigen politischen Umfeld.

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2013 bis 2014

Gregory Berstein stammt aus der ehemaligen Sowjetunion und stellte große Installationen her, die die Herkunftsgeschichte der Zuwanderer symbolisieren. An eine zentrale Persönlichkeit des 16. Jahrhunderts erinnert die Ausstellung über Joselmann aus dem elsässischen Rosheim, der zum Repräsentanten der Juden des Alten Reiches wurde und mit dem Kaiser direkt verhandelte. Wenig bekannt in Deutschland ist die Geschichte der Juden in der Türkei. Von dem meist friedlichen Nebeneinander zwischen Muslimen und Juden in Istanbul berichtete die durch das dortige Jüdische Museum bearbeitete Ausstellung

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2012 bis 2013

In Deutschland gibt es kreative Künstler, die jüdische Kunst weiterentwickeln. Mit ihren farbig-fröhlichen Keramiken geht Rachel Kohn aus Berlin neue Wege für Sederplatten, Schabbat-Kerzenleuchter, Behälter für Mazzot usw. Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland hat sich seit 1990 durch die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion grundlegend verändert. Über zwanzig lebensgeschichtliche Portraits, die Svetlana Jebrak (Düsseldorf) recherchiert hat, belegen eindrücklich die Vielfalt der Lebenswege der Zuwanderer. Ausleiher ist das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten.

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2000 bis 2008

In diesem Zeitraum fand u.a. die Ausstellung "Junge Kunst in der Alten Synagoge - B.M.V.-Schülerinnen stellen aus", vom 9. November bis 14. Dezember 2006, anlässlich der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht, im Untergeschoss der "Alten Synagoge" statt. Schülerinnen der B.M.V.-Schule aus den Klassen 7 bis 12 gaben mit ihren Arbeiten Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen und zeigten dabei auch, mit welchen Erwartungen und Wünschen sie jüdische Kultur und die "Alte Synagoge" begleiteten.
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Ausstellung Junge Kunst von BMV Schülerinnen

1990 bis 1999

Anlässlich des 20. Todestages der am 4. Dezember 1975 verstorbenen Philosophin Hannah Arendt präsentierte die "Alte Synagoge" die von ihr erarbeitete Ausstellung "Hannah Arendt. Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin ...". Sie wurde zwischen dem 11. November 1995 und 10. März 1996 gezeigt. In ihr wurden Dokumente und Fotos zu Werk und Wirkung Hannah Arendts zusammengetragen. Ausgangspunkt und roter Faden bildete das Thema "Hannah Arendt als Jüdin". Diese erste Ausstellung zu Hannah Arendt wurde anschließend in Zürich gezeigt.
Zu den Ausstellungen von 1990 bis 1999

Hannah Arendt

1981 bis 1989

Die Ausstellung "Reise nach Jerusalem - Puppen von Edith Samuel" widmete sich dem Werk der in Deutschland fast vergessenen Künstlerin. Edith Samuel (1907 - 1964) war die Tochter des bedeutenden Essener Rabbiners Salomon Samuel, der bis 1932 an der Essener Synagoge tätig war. Die Ausstellung war in der Zeit vom 28. Juni bis 8. August 1987 zu sehen. In der Art und Gestaltung von Edith Samuels Puppen spiegelten sich Lebens-, Kultur- und politische Geschichte ihrer Zeit wider. Sie war von Berlin, einen Monat vor Kriegsausbruch 1939, nach Palästina ausgewandert.
Zu den Ausstellungen von 1981 bis 1989

Puppen von Edith Samuel