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Essen baut Kinderbetreuung aus

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Oberbürgermeister Thomas Kufen übergab heute (23.10.) den Neubau der Städtischen Kita Diemelstraße offiziell seinem Zweck: 54 Kinder werden in drei Gruppen in der neuen Kita künftig bilingual gebildet und betreut.

Oberbürgermeister Thomas Kufen übergab im Oktober 2015 den Neubau der Städtischen Kita Diemelstraße. In ihr werden 54 Kinder in drei Gruppen betreut und gebildet.

Steigende Geburtenrate lässt Betreuungsbedarf steigen

Lag der Ausbauplanung zum Kinderbildungs- und Betreuungsangebot in Essen zum Kita-Jahr 2013/14 noch eine gleichbleibende Kinderzahl im Bereich der null bis sechsjährigen Kinder zugrunde, musste zum Kita-Jahr 2014/15 bereits mit einem Zuwachs von 600 Kindern im Alter von null bis sechs Jahren gerechnet werden. Wieder ein Jahr später - zum 30. September 2015 - lebten in Essen sogar noch einmal 1.500 Kinder mehr im Alter von null bis sechs Jahren Die zurzeit steigenden Bevölkerungszahlen insgesamt, sowie die zunehmende Zahl der Kinder, die einen Betreuungsplatz benötigen, ist im Wesentlichen auf drei unterschiedliche Effekte zurückzuführen:

  • Die Kinder der geburtenstarken Jahrgänge (Babyboomer) sind jetzt zunehmend im gebärfähigen Alter, was bedeutet, dass die Zahl der potentiellen Mütter deutlich ansteigt
  • In den letzten Jahren fand eine verstärkte Zuwanderung sowohl aus EU-Staaten als auch aus Krisenregionen statt.
  • Die Geburtenrate steigt seit 2010 kontinuierlich. So hatte Essen Im Jahr 2013 4881 Geburten, 2014 waren es bereits 5.159 Geburten und im Jahr 2015 dann schon 5.585, das heißt ein Plus von 426 Kindern innerhalb eines Jahres. Das kann die Stadtverwaltung nicht steuern, sondern leider nur reagieren.

Auch die Zuzüge von Kindern unter sechs Jahren - nicht nur auf Grund der Flüchtlingskrise - in den Jahren 2012 (1.378), 2013 (1.459), 2014 (1.626) und 2015 (3.155) zeigen eindrücklich die gewaltige Herausforderung, die die Stadt im Bereich der Kindertagesbetreuung, der Schulentwicklung und wohl auch des Wohnungsbaus in den kommenden Jahren meistern muss.

4057 neue Betreuungsplätze seit 2011
Um den Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz der Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr zu erfüllen, hat der Rat der Stadt Essen im Jahr 2011/2012 beschlossen, eine Versorgungsquote für U3-jährige Kinder (0-3 Jahre) von 40 Prozent zu erreichen. Für Ü3- Kinder (ab 3 Jahren bis zum Eintritt in die Schule) wurde dagegen eine Versorgungsquote von 100 Prozent stadtweit angestrebt. Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurden in den Jahren 2011 bis 2016 insgesamt 2.646 Plätze für U3-Kinder in Kitas geschaffen und 1.411 Plätze für U3-Kinder in der Kindertagespflege – insgesamt also 4057 neue Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren.

Ausbau der Betreuungsangebote vorantreiben
Der Ansporn für alle, die den Kita-Ausbau vorantreiben, ist groß. Wegen der erheblich gestiegenen Kinderzahlen beträgt die Versorgungsquote im laufenden Kita-Jahr 2015/16 bei den U3-Jährigen 35,3 Prozent und bei den Ü3-Jährigen 93,3 Prozent. Für die kommenden Kita-Jahre sind zu den bereits neu entstandenen Kitas noch weitere neue Kitas geplant, teilweise auch als Ersatz und Erweiterung für bestehende Kitas. Bereits im kommenden Kita-Jahr 2016/17 wird es eine neue Kita an der Rottstraße (Kastanienhöfe-Stadtkern) geben und in der Lohstraße (Bedingrade). Aktuell plant das Jugendamt für das kommende Kita-Jahr mit 149 zusätzlichen U3-Plätzen und 372 zusätzlichen Ü3-Plätzen. Die Stadtverwaltung erarbeitet gerade unter Hochdruck die weitere und auf Grund der neuen Bevölkerungsanalyse die dringend notwendige Ausbauplanung für Essen, die erstmal bis ins Kitajahr 2020/2021 reichen wird.

Sofortprogramm 2016 schafft bis zu 800 zusätzliche Betreuungsplätze
Aufgrund der gestiegenen Kinderzahlen ist auch die Zahl der angemeldeten Rechtsansprüche gestiegen. Um insbesondere den ü3-jährigen Kindern einen Betreuungsplatz anbieten zu können, hat das Jugendamt mit allen Trägern von Kinderbetreuungsangeboten vereinbart, zusätzliche Kinder in dafür geeigneten Gruppen aufzunehmen und beispielsweise durch das Anmieten und Nutzen weiterer Räume zusätzliche Gruppen zu schaffen. Das Sofortprogramm wurde am 8. März im Jugendhilfeausschuss beschlossen. 330 Plätze werden sofort geschaffen und stehen ab 1. August 2016 zur Verfügung. Die Einrichtung weiterer 500 Plätze wird zurzeit geprüft. Dass dabei die pädagogische Qualität und und auch die baulichen Voraussetzungen stimmen müssen, ist für Kita-Planer vom Jugendamt und die Betreiber der Kindertagesstätten selbstverständlich.

Platzvergabe für das Kita-Jahr 2016/2017 hat begonnen
Die Platzvergabe für das kommende Kita-Jahr läuft bereits. Die Vergabe der Plätze ist ausschließlich dem jeweiligen Kita-Träger vorbehalten. Wenn Sie also bei der Platzvergabe der verschiedenen Kitas oder der Verbände, die Kindertagespflege anbieten, nicht berücksichtigt wurden, sollten sie sich spätestens jetzt an Ihren Familienpunkt in der Essener Innenstadt wenden. Hier melden Sie auch Ihren Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungplatz an. Innerhalb von sechs Monaten unterbreitet Ihnen dann das Jugendamt ein Platzangebot im Umkreis von fünf Kilometern zu Ihrem Wohnort.
Mehr zum Familienpunkt …

LittleBird: Neues Online-System sorgt künftig für schnelle Platzvergabe
Ab Mitte 2016 wird das Elternportal „Little Bird“ eingeführt, mit dem Eltern ihre Kinder für einen Betreuungsplatz vormerken lassen können. Über das neue Portal wird künftig auch das Anmelde- und Aufnahmeverfahren online abgewickelt. Dadurch wird die Platzvergabe wesentlich verbessert werden, da nicht in Anspruch genommene Plätze schneller für die erneute Vergabe zur Verfügung stehen.

Ausbau der Kinderbetreuung: Tagesaktuelle Infos zum Download
Wenn Sie wissen möchten, wo demnächst eine neue Kita eröffnet wird, oder in einer Kita eine neue Gruppe startet, schauen Sie rechts oben. Hier finden Sie eine Liste der bereits eröffneten Kitas und den „Fahrplan“ der künftigen Kita-Eröffnungen zum Download. Vielleicht gibt es ja auch für Ihren Stadtteil bald gute Nachrichten.

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