Der Begriff Ambulante Angebote umfasst alle Hilfs-, Entlastungs- und Unterstützungsangebote rund um den Alltag, sowohl für dementiell erkrankte Menschen als auch für deren Angehörige.
Im Interesse des Kranken ist es wichtig, dass Angehörige mit ihren Kräften haushalten und sich frühzeitig nach Möglichkeiten der Hilfen und Entlastung umsehen.

Es gibt folgende Hilfestellungen:

Hauswirtschaftliche Angebote

Bei älteren Menschen mit dementiellen Erkrankungen schwinden in der Regel auch die alltäglichen Fähigkeiten. Der Bedarf an Hilfe im Alltag nimmt zu. Viele Menschen sind noch nicht pflegebedürftig, benötigen aber Unterstützung im Haushalt.
Beratung zu notwendigen Finanzierungshilfen erhalten Sie beim Amt für Soziales und Wohnen.
Anbieter sind mobile soziale und hauswirtschftiche Dienste, die z. B. Hilfe leisten bei
Einkäufen
Reinigungsarbeiten
Zubereiten von Mahlzeiten
Wäschepflege
Müllentsorgung 
Winterdienste.

Alle Pflegedienste bieten die dargestellten Dienste an. Informationen zu den Pflegediensten finden sie nebenstehend.

Weitere Hilfe- und Betreuungsangebote für Pflegebedürftige

Seit dem 01.01.2015 haben Pflegebedürftige nach dem Pflegestärkungsgesetz mit eingeschränkter Alltagskompetenz einen zusätzlichen Anspruch gegenüber ihrer Pflegekasse von 1.248 bis 2.496 Euro je Kalenderjahr, der zweckgebunden für Betreuungsleistungen genutzt werden kann. Diese Leistung wird im Gegensatz zum Pflegegeld nicht bar ausgezahlt, sondern gegen Vorlage von Rechnungen für erbrachte Betreuungsleistungen durch die jeweilige Pflegekasse erstattet.
(Gesetzliche Grundlage 45a SGBXI)

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen stellt auf Antrag fest, inwieweit die Alltagskompetenz der betroffenen Personen auf Dauer erheblich eingeschränkt ist.

Unter niederschwelligen Hilfs- und Betreuungsangeboten versteht man die Betreuung von Pflegebedürftigen mit erheblichem Betreuungsbedarf durch freiwillige bzw. ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in fachlich geleiteten Gruppen oder im häuslichen Bereich.
Die Betreuung kann auch durch ambulante Pflegedienste oder private Anbieter erbracht werden.

Ziel ist es, die pflegenden Angehörigen bei der Betreuung des Erkrankten stundenweise zu entlasten, um einen privaten Termin wie Friseurbesuch oder ins Kino zu gehen, wahrnehmen zu können. Dem Erkrankten soll einen zufrieden stellender Alltag in seiner gewohnten Umgebung mit Lebensqualität ermöglicht werden.

Betreuungscafes

Es gibt in verschiedenen Essener Stadtteilen Cafes für dementiell erkrankte Menschen, die ein Entlastungsangebot für pflegende Angehörige sind.

Hier können Betroffene in der Gemeinschaft vorhandene Fähigkeiten stärken.
Begleitet von Fachkräften und ehrenamtlichen Mitarbeitern gibt es neben Kaffee und Kuchen, Spiele, Singen, Erzählen und leichte Bewegungsübungen.

Freizeitangebote

Wir weisen auf die wenigen Freizeitangebote für dementiell erkrankte Menschen hin.

Dementiell erkrankte Menschen können an Freizeitangeboten teilnehmen die das Selbstbewusstsein fördern. Erkrankte haben gemeinsam Spaß und das Musizieren dient zur inneren Entspannung.

Pflegebegleiter für pflegende Angehörige

Informationen zum Pflegebegleiter finden Sie nebenstehend.

Aktivierungsangebote

Dementiell erkrankte Menschen sollten möglichst frühzeitig und langfristig aktiviert werden, um ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten zu erhalten.
Dazu dienen sowohl Gymnastik, Gedächtnistraining als auch Ergotherapie.
Ein Teil dieser Maßnahmen können von dem Geriater und dem Gerontopsychiater verschrieben werden.