Heime für dementiell erkrankte Menschen

 

Reichen ambulante und teilstationäre Versorgungsangebote, besonders bei fortgeschrittener Demenz, nicht mehr aus, um den Verbleib in der eigenen Häuslichkeit sicher zu stellen, kann eine Unterbringung in einer stationären Einrichtung notwendig werden.
Pflegebedürftige Menschen erfahren dort eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung-und-Betreuung.
Da in den Senioren und Pflegeheimen der Anteil demenzkranker Bewohner steigt, wurden in den Einrichtungen Konzepte für Menschen mit Demenz entwickelt.
Es gibt spezialisierte Häuser, die verschiedene Stationen für dementiell erkrankte Menschen haben, je nach Schweregrad der Erkrankung.
In einigen Einrichtungen gibt es auch spezielle "teilautonome" Wohngruppen und Wohnbereiche für Menschen mit einer dementiellen Erkrankung. Das sind Wohngemeinschaften in Heimen für mobile dementiell erkrankte Menschen.
Demenzspezifisches Wohnen beinhaltet z. B.:

  • Besonders gestaltete Räumlichkeiten
  • regelmäßige Rituale und Abläufe (Biografiearbeit)
  • Anregungen schaffen
  • Ausleben des Bewegungsdrangs durch Spaziergänge
  • Bewegungstherapie, Gymnastikrunde
  • eigene Möbel, Bilder und z. B. Fotoalben
  • Speisen nach Vorliebe der Betroffenen
  • gemeinsam Kochen oder Backen
  • sich Zeit nehmen,
  • Kommunikation verlangsamen, nicht von hinten sprechen, sich zeigen beim Sprechen, klar und deutlich sprechen, mit Gesten sprechen
  • Positive Impulse geben
  • singen, Musik hören  u.s.w.

Wohngemeinschaften für dementiell erkrankte Menschen

 

Ambulant betreute Wohngemeinschaften werden auch als alternative Versorgungsform für Menschen mit Demenz genutzt.
Sie stellen gleichzeitig die Möglichkeit dar, den Umzug in Betreuungseinrichtungen der Altenhilfe (Heim) zu vermeiden.
Sie werden entweder durch Eigenmittel finanziert oder durch Mitfinanzierung des örtlichen Sozialamtes nach dem SGB XII.

Was Sie zu Wohngemeinschaften  wissen sollten:

  • Die Bewohner/Innen der WG (oder deren Betreuer) sind eigenständige Mieter.
  • Vermieter und Pflegeanbieter (ambulanter Pflegedienst) sind nicht identisch.
  • Die Wohngruppen bestehen häufig aus 8 - 10 Bewohnern.
  • Jeder Bewohner verfügt über ein eigenes Zimmer.
  • Die Gemeinschaftsräume werden von allen Bewohnern genutzt.
  • Es erfolgt eine 24 Stunden Versorgung.

Die Informationen zur Finanzierung erfragen Sie bitte bei den verschiedenen Anbietern oder wenden Sie sich bitte an die Beratungsstelle Pflege im Amt für Soziales und Wohnen