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Suchthilfeeinrichtung Die Fähre

Suchthilfeeinrichtung Die Fähre - Betreutes Wohnen

Das Ambulant Betreute Wohnen ist ein Teil der Suchthilfeeinrichtung Die Fähre, die seit über 25 Jahren in Essen ihre Leistungen anbietet.
Ziel ist es, suchtkranken Frauen und Männern eine weitgehend eigenständige und selbstbestimmte Lebensführung, soziale Eingliederung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu eröffnen und zu erhalten. Den einzelnen Menschen mit  seinen Stärken und Ressourcen möchten wir individuell unterstützen auf seinem weiteren abstinenten Lebensweg.

Das Angebot richtet sich vorwiegend an suchtkranke Frauen und Männer, bei denen eine jahrelange Abhängigkeitserkrankung vorausgeht, und die i.d.R. nach einer abgeschlossenen stationären Rehabilitationsmaßnahme in einer Fachklinik einen fließenden Übergang für ihre Abstinenzerhaltung wünschen.
Abhängigkeitskranke Menschen mit einer zusätzlichen psychischen Erkrankung können ebenfalls Unterstützung erhalten.

Die ambulante Betreuung wird sowohl in betreuten Wohngemeinschaften, in denen die Bewohner abstinent leben,  als auch in privaten Wohnungen geleistet.

Die 11 Wohngemeinschaften liegen in Mehrfamilienhäusern innerhalb des Stadtgebiets Essens.
Es können in der Regel drei Personen in einer Wohngemeinschaft leben. Neben den Einzelzimmern sind die Wohnungen mit einer eingerichteten Gemeinschaftsküche und Wohnzimmern ausgestattet.

Zielgruppen

Zielgruppe des Ambulant Betreuten Wohnens sind volljährige suchtkranke Menschen im Einzugsgebiet Essen, mit einer wesentlichen Behinderung im Sinne des § 53 SGB XII:

  • Die in einer eigenen Wohnung, allein oder in einer selbst gewählten Lebensgemeinschaft/Partnerschaften leben, also in der Regel über einen eigenen Mietvertrag verfügen.
  • Die beabsichtigen, innerhalb der nächsten 6 Monate aus der Wohnung der Eltern auszuziehen              
  • Die zur selbstständigen Lebensführung der ambulanten Hilfe bedürfen.

Angebote im Ambulant Betreuten Wohnen

Das konkrete Leistungsspektrum umfasst folgende Tätigkeiten in Form von  Einzel-, Paar-  und Gruppenangeboten.

Beratung:

  • Sicherung der Existensgrundlage
  • Strukturierung des Tages- und Wochenablaufs
  • Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Förderung sozialer Kompetenzen
  • Erarbeitung von Perspektiven
  • Stabilisierung bei psychischer Instabilität
  • Rückfallvermeidung und Rückfallbewältigung/ Krisenintervention
  • Klärung familiärer Beziehungen
  • Unterstützung bei schulischer und beruflicher Wiedereingliederung

Anleitung:

  • Haushaltsführung mit Inhalten wie Ernährung, Kleiderpflege und Hygiene
  • Konto einrichten und verwalten
  • Gesundheitsfördernde Maßnahmen
  • Bewältigung von Behörden- und Vertragsangelegenheiten
  • Rollenspiele
  • Abstinente Freizeitgestaltung

Begleitung:

  • Einhaltung notwendiger Arztbesuche
  • Klinikbesuche bei stationären Aufenthalten
  • Gemeinsames Aufsuchen externer Dienste (z.B. Job-Center, Sozialamt, etc.)
  • Unterstützung beim Wohnungswechsel

Besonderheiten

Zur Suchthilfeeinrichtung Die Fähre gehören weiterhin:

  • Das Beschützte Wohnen, als Einrichtung zur Motivierung zur Suchtbehandlung, Perspektivplanung und Reduzierung der Not für Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten
  • Die Fachklink Am Korstick, als Einrichtung zur Durchführung medizinischer Rehabilitation für alkohol-, medikamenten- und  mehrfachabhängige Frauen und Männer. Ebenso für Menschen mit pathologischem Glücksspiel bei Mehrfachabhängigkeit zu stoffgebundenen Süchten.
  • Das Zentrum für Joborientierung, in dessen Rahmen Arbeitsmotivation, Qualifikation und Belastbarkeit überprüft und gefördert werden.
  • Der Suchtnotruf e.V. ist eine anonyme kostenlose Beratungsinstanz, in dem ehemalige Patienten und andere sozial engagierte Menschen ehrenamtlich Informations- und Beratungsarbeit leisten. Träger sind die Rheinischen Kliniken,  die Fachklinik Kamillushaus und unser Träger die GBS.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit  mit den o.g. Einrichtungen, um den Einzelnen  nach Bedarf  zu unterstützen.
Zudem kooperiert das Ambulant Betreute Wohnen mit anderen Anbietern im Suchthilfesystem innerhalb des Stadtgebiets Essen.

Kostenträger

Kostenträger der Eingliederungsmaßnahme sind die überörtlichen Sozialhilfeträger, i. d. R. die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland im Rahmen der §§ 53,54 ff. SGB XII  i. V. m. § 55 SGB IX.

Freiwillige Selbstverpflichtung zu den Essener Qualitätsstandards

Die Freiwillige Selbstpflichtung zu den "Essener Qualitätsstandards" in der Versorgung psychischkranker und/oder suchtkranker Menschen wurde von uns unterzeichnet und wir erklären, die Essener Standards zusätzlich zu denen des LVR  freiwillig und selbstverpflichtend einhalten zu wollen.

Kontakt

GBS Suchthilfeeinrichtung Die Fähre - Betreutes Wohnen

Thiemo Maihöfer

Am Korstick 22
45239 Essen-Heidhausen
Telefon 0201 / 840 19 26
Mobil 0171 / 792 00 10
Fax 0201 / 840 19 11
email betreutes.wohnen@gbs-sozial.de

Regionale Kontaktstelle:

Schwelmhöfe 21
45307 Essen
Telefon 0201 / 61 69 947