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Ambulant Betreutes Wohnen für psychisch behinderte inkl. suchtkranke oder gerontopsychiatrisch erkrankte Menschen in Essen (Eingliederungshilfen, SGB XII, § 53f)

Essener Qualitätsstandards für das selbständige Wohnen

Was sind "Hilfen zum selbständigen Wohnen"?
Was ist "Ambulant Betreutes Wohnen"?
Warum Essener Qualitätsstandards?

Wenn Menschen durch psychische inkl. Suchterkrankungen Einschränkungen in ihrer Alltagsbewältigung haben, können sie Hilfen zum selbständigen Wohnen beantragen. Diese Hilfen werden auch "Hilfen zum ambulant betreuten Wohnen" oder kurz "BeWo" genannt.

Wer leistet Was?

Die Dienste, die diese Hilfen anbieten, setzen Fachleute, wie Sozialarbeiter, Krankenschwestern und Sozialpädagogen etc. ein. Je nach Hilfebedarf des erkrankten Menschen kommen diese Fachleute regelmäßig, d.h. ein- bis mehrmals in der Woche und helfen dem Betroffenen in seiner Wohnung/Wohngemeinschaft bei der Bewältigung des Alltags. Dazu gehören Hilfen bei Haushaltsführung und Ernährung, bei der persönlichen Hygiene, bei Konflikten mit Bezugspersonen, Vermietern und Behörden, Hilfen beim Behörden- oder Arztbesuch.

Ziel der Hilfen ist, dem durch die psychische oder Suchterkrankung behinderten Menschen ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben in eigener Wohnung und beim Leben in der Gemeinschaft (wieder) zu ermöglichen.

Das Hilfeplan-Verfahren

Mit einem Hilfeplan-Formular (IHP) wird von dem erkrankten Menschen zusammen mit einem Fachmann - das können u.a. Mitarbeiter des BeWo-Dienstes, eines Krankenhaussozialdienstes oder der gesetzliche Betreuer sein - der persönliche Hilfebedarf aufgenommen. Dieser Antrag auf Kostenübernahme für die Hilfe zum selbständigen Wohnen wird entweder direkt beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) oder über das Amt für Soziales und Wohnent der Stadt Essen gestellt.
Ein (Fach-)Arzt bestätigt zuvor das Vorliegen einer (drohenden) Behinderung.
Falls der Betroffene eine Kostenerstattung durch den LVR anstrebt, muss er hierbei einen ortsansässigen und vom LVR zugelassenen Träger beauftragen. Diese sind in der untenstehenden Liste aufgeführt.

Nach Kostenübernahme durch den LVR kann der Betroffene einen Dienst seiner Wahl mit der Durchführung der Hilfen beim Leben und Wohnen  beauftragen.

Essener Qualitätsstandards

Die Essener Qualitätsstandards wurden auf der Grundlage einer Arbeitshilfe der Universität Siegen von allen Essener Fachleuten des gemeindepsychiatrischen Verbundes und des Suchtkrankenhilfesystems und unter Beteiligung der Stadt Essen gemeinsam entwickelt.
In den Gremien der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG), im Speziellen in dem Unterarbeitskreis "Selbständiges Wohnen", und der Arbeitsgemeinschaft für die Planung und Koordinierung der psychosozialen Einrichtungen in Essen (AG PlaKo) wurden sie abgestimmt und befürwortet. Mit Unterzeichnung der Essener Qualitätsstandards haben Essener Anbieter für das Betreute Wohnen mit ihrer Unterschrift erklärt, dass sie diese "Standards" in der Versorgung psychischkranker inkl. suchtkranker Menschen freiwillig und selbstverpflichtend anerkennen und sie zusätzlich zu den Standards des Kostenträgers LVR einhalten wollen.

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