Die Bestandsaufnahme ergab eine verschlechterte gesundheitliche Situation der Essener Kinder vor allem in den Bereichen Motorik, Sprache und psychosoziale Belastungen. Hintergrund dieser Veränderungen sind einige Entwicklungstrends: So hat der Anteil der Kinder, die in bildungsfernen und ökonomisch nicht abgesicherten Elternhäusern aufwachsen, erheblich zugenommen. Immer mehr Paare mit guter Ausbildung und hohen Einkommen bleiben kinderlos. Familien sind damit deutlich seltener geworden und machen in Essen nur noch 16% der Haushalte aus.

Die breit zusammengesetzte Arbeitsgruppe (2002- 2006) hat neun Handlungsempfehlungen entwickelt, die vorrangig auf möglichst frühe Hilfen für Eltern und Kindern zielen. Mit dem Bild einer Ampel könnte man sagen, dass Hilfen bisher eher auf der Schwelle von Gelb nach Rot konzipiert wurden, wirkungsvoller wären nach Auffassung der Arbeitsgruppe Aktivitäten beim Wechsel von Grün auf Gelb. Gesundheitsbezogene Konzepte der Elternbildung, -beratung und -unterstützung, Anreizsysteme zur Förderung einer gesunden Entwicklung der Kinder, Strategien zum Schutz vor Passivrauch, gesundheitsfördernde Bedingungen in Kindertagesstätten und Grundschulen und die Verbesserung der Situationen von Kindern in Sucht belasteten Familien und von behinderten Kindern waren Zielrichtungen der Arbeitsgruppe.

Die Gesundheitskonferenz hat die neun Handlungsempfehlungen in ihrer Sitzung am 10.3.2004 bestätigt. Aus der Bandbreite der Handlungsempfehlungen wurden sieben prioritäre Projekte entwickelt, die seitdem umgesetzt werden.

1. Kindergesundheit als öffentliches Thema

2. Gesundheitsmonitoring

3. Frühförderung - Kooperationsnetz zur Frühförderung von Kindern mit Entwicklungsdefiziten

3.1. Projekt: Sicherer Start - frühe Hilfen für junge Familien

3.2. Ausweitung der Elterntrainings - Anbindung, Zugang

3.3. Schaffung einer interdisziplinären Frühförderstelle

3.4. Kitas-Erziehungsberatungsstellen-Jugendärztlicher Dienst, Beobachtungsbögen

3.5. U-Untersuchungen, Qualität und Nutzung, Einbindung

3.6. Mütter-/Elternsprechstunden des Kinder- und Jugendgesundheitsdienste in festgelegten Stadtvierteln

4. Gesundheitsförderung in Grundschulen Programme: Gesund macht Schule und Klasse 2000

5. Mundgesundheit

6. Übergewichtige Kinder

7. Rauchfreie Elternhäuser, Kitas und Grundschulen

Hauptsache gesund - unsere Kinder in Essen

Im Januar 2011 veranstalteten Gesundheitsamt und Jugendamt die 2. Kinderschutzkonferenz: Hauptsache gesund - unsere Kinder in Essen

130 Referenten, Referentinnen, und Teilnehmer/innen diskutierten die Situation der 0-6 Jährigen in Essen.

Kinderarmut

Am 25.04.2013 fand die 3. Kinderschutzkonferenz zum Thema Kinderarmut statt.

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