Das Thema Patientenberatung ist auf der Konferenz im Februar 2001 als zweites Schwerpunktthema ausgewählt worden. Dabei geht es um die Verbesserung der Bürgerbeteiligung im Gesundheitswesen und um die Ausweitung der Chancen für Bürger, Patienten und Versicherte, das vorhandene Angebot gesundheitlicher Dienstleistungen sinnvoll zu nutzen. Dazu wurde geprüft, ob die vorhandenen Angebote genügend bekannt, ausreichend vernetzt und am Bedarf ausgerichtet sind. Erfahrungen eines Modellprojekts des Landes, an dem die Ärztekammern, der öffentliche Gesundheitsdienst, die Barmer Ersatzkasse, die Verbraucherberatung NRW und der Gesundheitsladen Bielefeld beteiligt waren, wurden einbezogen.

Dieses breite Thema wurde in fünf Arbeitsgruppen, die vorhandene Ansätze in Essen aufgegriffen haben, bearbeitet:

  • Bürgerinformationssysteme zu gesundheitlichen Fragen
  • Umgang mit Patientenrechten und Patientenverfügungen (Essener Patientenratgeber)
  • "Barrierefreiheit" - Umgang mit behinderten Patienten und Patientinnen
  • Ambulante Krebsberatung als Baustein im Onkologischen Netzwerk Essen
  • Information und Beratung zu psychosozialer Beratung und Psychotherapie

Der Arbeitsauftrag der Gesundheitskonferenz an die fünf Arbeitsgruppen bezog sich auf die Bestandsaufnahme der Angebote, das Ermitteln von Qualitätsstandards, die Klärung, was "unabhängige Patientenberatung" bedeutet, wie die Qualität der Beratung und der Information gesichert werden kann, auf die Darstellung geeigneter Organisationsformen und die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen. Die Berichte und Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppen liegen vor und sind Anfang 2003 als Gesundheitsbericht "Patientenberatung in Essen" veröffentlicht worden. Inzwischen ist auch der "Essener Patientenratgeber" als Broschüre erschienen.

In 2002 und 2003 arbeitete die Arbeitsgruppe "Ambulante Krebsberatung" mit dem erweiterten Auftrag, die Einrichtung und Finanzierung einer 3jährigen Modellphase einer Ambulanten Krebsberatungsstelle in Essen umzusetzen. Dies wurde im September erfolgreich abgeschlossen. Mit erheblichem Engagement der Schirmherrin Frau Bürgermeisterin Jäger gelang es Sponsoren- und Stiftungsgelder zu akquirieren und mit fachlicher Unterstützung aus den vorhandenen Behandlungs- und Beratungsstrukturen zu Krebs in Essen konnte der DPWV eine Krebsberatungsstelle eröffnen.

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