Mitarbeiter vom Amt für Straßen und Verkehr sowie des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW bei der Stollenkontrolle

Luftschutzstollen und Bunkeranlagen

Wer den zweiten Weltkrieg erlebt hat, erinnert sich an Fliegeralarm und Nächte in Bunkern. Insgesamt gibt es 1.300 Luftschutzanlagen, die der städtische Stollenatlas verzeichnet, von denen 300 Stollen aus Kriegstagen noch befahrbar sind.

Ihre Schutzbedeutung haben sie nach dem Krieg verloren. Dunkelheit und gleichbleibende Temperaturen von 7 - 8 Grad Celsius lockten zum Beispiel die Pilzzüchter - Torfreste in den Stollenkammern erinnern an dieses Kapitel. Jetzt liegen sie nur noch als Altlast in den Finanzplänen. Als Rechtsnachfolger des Reiches trägt dabei die finanzielle Hauptlast der Bund und der überlässt die Unterwelt weitgehend sich selbst. Meterlange Stalaktiten und Stalagmiten haben die Gewölbe in Tropfsteinhöhlen verwandelt.

Es wird zwischen unterirdischen Anlagen (Tiefbunker) und oberirdischen Anlagen (Hochbunker) unterschieden. Dabei handelt es sich meistens um Bauwerke aus Beton und Stahl. Die sogenannten Tiefbunker werden regelmäßig von Fachleuten des Amtes für Straßen und Verkehr und den zuständigen Landes- und Bundesbehörden befahren und kontrolliert. Wird die Standsicherheit eines Bunkers angezweifelt, wird er verfüllt oder beseitigt. Rund 1.000 Anlagen wurden bereits stillgelegt. In den Stollen ist Sicherheit das oberste Gebot.

Kontakt

Luftschutzstollen

Symbol: E-Mail verschicken
+49 201 8866458