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Stadterneuerung Kupferdreh

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Busbahnhof Kupferdreh ist eröffnet - Stadt Essen und Ruhrbahn investieren 5,8 Millionen Euro

Gut Ding will Weile haben – nach etwas mehr als 1,5 Jahren Bauzeit ist der Bahnhof Kupferdreh nun fertig und betriebsbereit. Die Stadt Essen und die Ruhrbahn investierten rund 5,8 Millionen Euro in diesen Vorzeige-Bahnhof. "Der Bahnhof Kupferdreh ist für uns ein Beispiel dafür, wie man optimal den Umstieg gestalten kann, von Bus auf Bahn, zu CarSharing, Leihfahrrad oder Taxi. Und gleichzeitig ist er der Prototyp für zukünftige Bauvorhaben", freut sich Michael Feller, Geschäftsführer Ruhrbahn, über die Fertigstellung des neuen Bahnhofs.

Weitere Informationen in der Pressemeldung

Mit der Erneuerung des Stadtteilzentrums Essen-Kupferdreh zwischen Marktplatz und S-Bahn-Station steht die letzte große Baumaßnahme im Rahmen der Stadterneuerung Kupferdreh an. Zahlreiche Einzelmaßnahmen wie

  • der Ausbau der S-Bahnlinie S 9 inklusive Umbau des Haltepunktes Essen-Kupferdreh und Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs,
  • die Durchstreckung der Straße Kampmannbrücke zur Poststraße,
  • Erschließung des Wohngebiets Seebogen,
  • Herrichtung des heutigen Quartiers KU 28

wurden in den letzten Jahren bereits abgeschlossen.

In einem ersten Bauabschnitt konnte im Juni 2019 nach anderthalbjähriger Bauzeit der Busbahnhof Kupferdreh fertiggestellt und eröffnet werden (siehe Pressemeldung). Insgesamt wurden von der Stadt Essen und der Ruhrbahn rund 5,8 Millionen Euro in den Bahnhof investiert, der sich direkt unterhalb der S-Bahn-Station befindet.

Die fünf Buslinien 141, 155, 177, 180 und NE6 halten barrierefrei an den neuen Steigen; die schräg angeordneten Bussteige lassen die Busse zentimetergenau heranfahren und garantieren einen barrierefreien Zu- und Ausstieg. Der Ein- und Ausstiegsvorgang ist nun insbesondere für Ältere und für Fahrgäste mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen komfortabler. Die Bussteige sind überdacht und optimiert für akustische Ansagen. Drei große Anzeigetafeln zeigen die tatsächlichen Ankunftszeiten der Bahnen der S 9 als auch der Busse. Aufgestellt sind sie am Kupferdreher Markt, am Busbahnhof und am S-Bahn-Zugang. Zur besseren Orientierung für Sehbehinderte ist im gesamten Bahnhofsbereich das taktile Leitsystem im Boden eingebaut worden.

Durch den neuen Bahnhof verbessert sich nicht nur die Verknüpfung zwischen Bus und Bahn sowie PKW, Fahrrad, CarSharing, Leihfahrrad oder Taxi, sondern auch die Führung der Buslinien durch Kupferdreh. Bei der bisherigen Wegeführung kam es immer wieder zu Behinderungen durch falsch geparkte Fahrzeuge oder durch Lieferfahrzeuge auf der Kupferdreher Straße.

Im Zuge der Baumaßnahme erfolgte auch der Neubau der nördlichen P&R-Anlage sowie der Zufahrten. Hier gibt es nun insgesamt 108 Stellplätze, davon sind fünf Behindertenplätze, zwei Kiss+Ride-Plätze und zwei CarSharing-Plätze. Zwei Parkplätze werden kurzfristig mit Ladevorrichtungen für E-Autos versehen. Bei zehn weiteren Parkplätzen sind im Boden die Vorinstallationen für Ladesäulen geschaffen worden, die bei Bedarf mittelfristig ebenfalls ausgerüstet werden können.

Das alte, beengte Gebäude der Radstation wurde im Laufe der Baumaßnahme abgerissen. Die Radstation war während der Bauzeit provisorisch in einer Containeranlage untergebracht und ist nun ebenfalls in einen Neubau zwischen den beiden Brückenbauwerken umgezogen. In der Fahrradstation der Essener Diakonie finden 180 Fahrräder Platz, aber auch Service und Reparatur. Zusätzlich gibt es 16 Lade-Anschlüsse für Elektroräder. Das Dach des Gebäudes, in dem sich neben der Radstation auch die Aufenthaltsräume für die Busfahrer der Ruhrbahn befinden, ist aus ökologischen Gründen begrünt, und dient so u.a. einer besseren Wärmedämmung.

Nun stehen in den nächsten Jahren folgende Baumaßnahmen an:

Im weiteren Bauverlauf legt die Stadt Essen zum einen den Deilbach frei und baut ihn naturnah aus. Der Ausbau des Stadtteilzentrums endet mit der Marktplatzerweiterung in der Hofstraße, der Herrichtung des P+R-Parkplatzes Süd und der Freianlagen unter den Brückenbauwerken sowie dem Bau einer neuen Brücke über den Deilbach zur Prinz-Friedrich-Straße. Damit wird der Zugang zum Baldeneysee komplettiert.

Offenlegung Deilbach

Die Offenlegung des zum Teil noch verrohrten Deilbachs ist das Herzstück der Baumaßnahmen im Stadtteilzentrum Kupferdreh. Der Deilbach wird unterhalb der Brückenbauwerke aus seiner unterirdischen Verrohrung befreit und naturnah ausgebaut. Hierfür muss ein neues Bachprofil ausgehoben und ein Bachbett hergestellt werden. Nach der Befestigung der Böschungen wird anschließend der Uferbereich begrünt und bepflanzt.

Über den offen gelegten Deilbach wird eine Fußgängerbrücke zur Verbindung des Kupferdreher Zentrums mit dem Baldeneysee errichtet. Auf beiden Seiten des Deilbachs wird es neben dem Brückenbauwerk Sitzstufen geben, die zum Verweilen einladen und den Deilbach erlebbarer machen werden. Baustart ist Anfang 2020.

Freianlagen

Wenn der Deilbach wieder an der Oberfläche sichtbar ist, werden ab Mitte 2021 die Freianlagen unter den Brückenbauwerken einschließlich Platzskulptur und Sitzgelegenheiten am Deilbach gestaltet sowie die Marktplatzerweiterung in der Hofstraße und die Herrichtung des P+R-Parkplatzes Süd realisiert.

Der Marktplatz wird vergrößert und seine Funktion als "gute Stube" Kupferdrehs wird durch den Platz am Deilbach mit Platzskulptur und Sitzstufen am Deilbach ergänzt. Zusätzlich werden durch zahlreiche Baumpflanzungen die bestehenden Grünflächen ergänzt und Wegebeziehungen aufgezeigt und betont. Die den Markt begleitende neue Achse wird aus dem Material der Marktergänzung beziehungsweise des Umfeldes der Platzskulptur erstellt. Die Platzskulptur "wächst" aus diesem Belag heraus und bildet eine modellierte Platzlandschaft aus Beton. Das hochwertige Material lässt vielfältige Nutzungen zu. Die Sitzstufen zum Deilbach werden adäquat des Platzmaterials hergestellt.

Beleuchtungskonzept

Damit aus dem neu geschaffenen Ort unter den Brücken kein „Angstraum“ wird, ist ein spezielles Lichtkonzept entwickelt worden. Unter den Brückenbauwerken werden Lichtmasten und Strahler gesetzt, die zum einen unterschiedliche Lichtcharakteristiken und zum anderen Lichteffekte an die Brückenstützen und -decken projizieren können. Im zentralen Bereich unter der Autobahnbrücke (im Bereich der neuen Platzskulptur) werden die Masten mit farbigen Lichtlinien bestückt, um diesen Bereich besonders zu betonen.

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