essen.de > Rathaus > Ämter > GRÜN und GRUGA

Aktuelle Informationen aus dem Essener Wald

Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest wurde bei Wildschweinen in Belgien nachgewiesen, zirka 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Aus aktuellem Anlass informiert das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) daher über die Erkrankung und gibt mit einem Merkblatt Verhaltenstipps für Waldbesucher und Pilzsammler. Links auf die Homepage des LANUV NRW und ein Flyer zum Download sind in der rechten Spalte auf dieser Seite zu finden.

Nachpflanzung und Entwicklung von Auwald

Januar 2019: in den kommenden Wochen setzt der Forstbetrieb Entwicklungsmaßnahmen der Unteren Naturschutzbehörde Essen im Naturschutz- und FFH-Gebiet Heisinger Ruhraue um. Aufgrund des Eschentriebsterbens (Gehölzerkrankung) sterben dort die etwa 40jährigen Eschen großflächig ab. Daher werden in dem befallenen Eschenbestand junge Waldbäume für eine nachfolgende Baumgeneration durch den Ausbildungsbetrieb des Forstbetriebes gepflanzt. Die Pflanzliste der Unteren Naturschutzbehörde sieht unter anderem Stieleichen, Winterlinden und Flatterulmen (Baum des Jahres 2019) als charakteristische Auwaldgehölze vor. Zur Vorbereitung der Pflanzung werden einige erkrankte Eschen gefällt, um etwas Licht und Platz für die jungen Waldbäume zu schaffen. Da aufgrund der Pilzerkrankung alle Eschen befallen und im Absterben sind, dient die Maßnahme der Erhaltung der gefährdeten Waldgesellschaft.

Aktuelle Wegesperrung im Schellenberger Wald, Heisingen

Aufgrund einer andauernden Baustelle der Stadtwerke Essen an einer unter dem Wegekörper verlaufenden Wasserleitung im Schellenberger Wald, südlich der Straße Kantorie, kommt es zu Beeinträchtigungen an dem betroffenen Reitwegeabschnitt. Ein Lageplan, auf dem der gesperrte Weg markiert ist, ist in der rechten Spalte auf dieser Seite zu finden (Stand April 2019).

Folgende Maßnahmen werden im Wald aktuell beziehungsweise kurzfristig umgesetzt

Seit Januar 2016 werden erste ortsbezogene Lösungen aus dem Bürgerbeteiligungsprozess "Dem Essener sein Wald" (2015) umgesetzt.

Die Ergebnisse der Betriebsinventur liegen vor

Die im Jahr 2017 durchgeführte Betriebsinventur ist abgeschlossen. Die Ergebnisse werden in städtischen Gremien, unter anderem in Bezirksvertretungen, vorgestellt. Die Ergebnisse sind auch über die Linkliste in der rechten Spalte abrufbar. Die Betriebsinventur als Bestandesaufnahme der Waldbestände findet regulär alle zehn Jahre statt und wurde aufgrund des Orkans „Ela“ vorgezogen. Durchgeführt wurden diese Messungen durch ein beauftragtes Forsteinrichtungsbüro. Die Ergebnisse der Betriebsinventur werden nun in der aktuell beauftragten Forsteinrichtung berücksichtigt. Zusammen mit den Ergebnissen des Bürgerbeteiligungsprozesses wird im Laufe des Jahres 2018 ein Forstbetriebswerk erstellt.

Vorbereitung von Pflanzplätzen zur kleinflächigen Wiederaufforstung

Nach dem Orkan Ela wurde von Bürgern der Wunsch geäußert, an der Wiederaufforstung zerstörter Wälder mitzuwirken. Auch im Bürgerbeteiligungsprozess wurde dieses Thema erörtert. Um diesem Wunsch zu entsprechen bereitet Grün und Gruga Flächen zur Pflanzung heimischer Waldbäume vor. Standorte sind Kellermannsbusch, Korte Klippe, Sundernholz und Stadtwald Kettwig.
Auch im Jahr 2018 werden dank der Spendenbereitschaft in Heisingen Pflanzungen zur Wiederaufforstung realisiert.
Mehr Informationen zur Pflanzung von Spendenbäumen im Wald

Kleinflächige Beräumung von Windwurf nach dem Orkan Ela zum Erhalt der Naturverjüngung

In verschiedenen durch Sturm geschädigten Waldbereichen ist Naturverjüngung (lokal durch Samenflug entstandener Bestand von Jungbäumen) vorhanden. Um die Naturverjüngung auf diesen Flächen zu erhalten und zu fördern ist es erforderlich, einige Waldbereiche kleinflächig von geworfenen Bäumen zu beräumen. Dies betrifft Flächen im Bereich der Korte Klippe, im Schellenberger Wald, im Sundernholz, im Stadtwald Kettwig sowie Wald-Parkanlagen im Essener Norden. Es ist erforderlich, diese Naturverjüngung zu erhalten und zu fördern, da sie die direkte Nachkommenschaft der hier heimischen, an den Wuchsort angepassten Waldbäume darstellt, welche durch den Sturm verloren gegangen sind.

Fällung einzelner Gefahrenbäume

Dabei handelt es sich um die Fällung erkannter Risiko- und Gefahrenbäume an den Waldaußengrenzen zur Bebauung, zu Straßen, zu Spielplätzen, an Erholungseinrichtungen und im Bereich einiger besonders genutzter Waldwege.
Aufgrund der Schäden durch verschiedene Sturmereignisse und den Folgen des Klimawandels kommt es zu Vitalitätsverlusten an einzelnen Bäumen und in der Folge zu Schäden, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Daher müssen erkannte Risiko- und Gefahrenbäume an den Waldaußengrenzen gefällt werden, teilweise auch unverzüglich bzw. innerhalb von 14 Tagen nach dem Erkennen einer konkreten Gefährdung.

Sicherung und Erhalt von Prozessschutzflächen

Prozessschutzflächen sind genau definierte Waldbereiche ohne Waldpflege, auf denen eine natürliche Waldentwicklung ohne Einflussnahme des Menschen ermöglicht werden soll. Diese Flächen unterliegen aber Betretungsbeschränkungen, weil dort keine Maßnahmen zur Verkehrssicherung durchgeführt werden können. Entsprechend besteht dort ein erhöhtes Risiko für waldtypische Gefahren (zum Beispiel Totholz). Um dem Rechnung zu tragen werden diese Flächen markiert und beschildert, damit Waldbesucher erkennen können, dass sie diese Flächen nicht betreten dürfen. Wege, die in solche Bereiche führen, werden mit Reisigwällen verlegt.

 
Um das Informationsangebot der Internetseite nutzerfreundlicher zu gestalten, verwenden wir Cookies. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung weitere Informationen.
OK