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Die Lage der Burg

Die Lage der Isenburg um 1800

Lageplan der Isenburg Essen um 1800

Die Lage der Isenburg um 2002

Lageplan der Isenburg Essen um 2002
Die Essener Isenburg wurde um das Jahr 1240 erbaut und nur 48 Jahre später, 1288, wieder zerstört. Sie ist mit zirka 135 mal 45 Metern Umfang eine der größten Burganlagen der Region. Die Isenburg steht auf einem Sporn, der im Osten und Westen durch Bachtäler, im Süden durch einen steilen Abhang zum Baldeneysee begrenzt wird. Nur im Norden steigt das flache Gelände leicht an. Weite Teile der Anlage stehen direkt auf dem Felsen. Die Mauern wurden mit dem hier gewonnenen Sandstein errichtet.

Die Burg liegt beinahe 150 Meter hoch. Von hier aus sieht man heute im Südosten den Stadtteil Heisingen mit dem grünen Fördergerüst der ehemaligen Zeche Carl Funke, den Stadtteil Kupferdreh und dahinter die Sendeanlage des WDR in Langenberg. Im Süden schließt sich der ländliche Stadtteil Fischlaken mit der ebenfalls ins Mittelalter zurückreichenden Ruine von Haus Scheppen an. Auf den Höhen im Hintergrund liegen die Orte Velbert und Heiligenhaus. Südwestich sieht man im Vordergrund die modernen Wohnviertel des Stadtteils Werden und dahinter den Stadtteil Heidhausen. Fast 100 Meter unterhalb der Burg liegt der Baldeneysee. Er wurde erst 1933 auf etwa neun Kilometer Länge aufgestaut. Vor 750 Jahren, als die Isenburg gebaut wurde, sah das Bild ganz anders aus. Die Ruhr floss unreguliert durch das Tal, ihr Lauf änderte sich nach großen Hochwassern. Außer der Abtei Werden , die schon kurz vor 800, zurzeit Karls des Großen, durch den Heiligen Liudger errichtet wurde, und zu ihren Füßen die entstehende Stadt Werden waren größere Siedlungen noch nicht zu sehen.

Der Bergsporn wurde schon vor dem Bau der Burg von Menschen aufgesucht. Und auch für die neue Anlage war der Ort strategisch gut gewählt. Sie lag in Reichweite wichtiger Straßen: der Kölnischen Straße von Süden (Köln) über Werden und Essen nach Norden und des Hellweges vom Westen (Rhein bei Duisburg) über Essen und Dortmund zur Weser im Osten. Direkte Nachbarn waren die alten und wohlhabenden Reichsstifte (Klöster) Essen und Werden sowie das kleine Frauenstift Rellinghausen.
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