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Integrierte Stadtteilentwicklung in Essen Ansätze integrierter Kommunalpolitik

Fähigkeiten der Stadtteilbevölkerung einbeziehen!

Gruppenfoto mit Kindern im Krupp-Park bei Baumpflanzaktion

Schüler/innen gestalten ihren Lebensraum mit

Vernetzung fördern!

Foto: Jugendliche Demonstranten bei Katernberg-Konferenz

Stadtteilkonferenzen von der Bürgerschaft organisiert

Unterstützung durch Moderatoren!

Foto: Menschen auf dem Gelände Zollverein XII vor einer Stellwand

Workshop beim Zechenfest: "Ihre Meinung ist gefragt!"

Prinzipien für die Stadtteilentwicklung in Essen


Unter dem Titel "Ansätze integrierter Kommunalpolitik" hat der Rat der Stadt Essen 1997 die Prinzipien für die Stadtteilentwicklung beschlossen. Sie sind Grundlage für die Stadtteilentwicklung in Altendorf und Katernberg - beides Stadtteilprojekte im Bund-Länder-Programm Soziale Stadt.

  • Die Projekte/ Programme sollten  für breite Kreise der Bevölkerung von Nutzen sein, weil Bevorzugung (von Problemgruppen) zu weiterer Stigmatisierung führt.
  • Alle Maßnahmen sollten der sozialen Integration der Bevölkerung dienen.
  • Projekte sind folglich als Mehrzielprojekte zu planen, sollten z. B. gleichzeitig beschäftigungs- und infrastrukturpolitischen Zielsetzungen folgen.
  • Sie sollten auf die vorhandenen personellen, räumlichen, finanziellen wie auch auf die organisatorisch/ institutionellen Ressourcen im Stadtteil zurückgreifen.
  • Sie sollten die vorhandenen Fähigkeiten der Stadtteilbevölkerung nutzen.
  • Sie sollten um privatwirtschaftliche Unterstützung (social sponsoring) werben.
  • Sie sollten die  Vernetzung von Menschen wie von Projekten fördern.
  • Sie sollten der Häufung von sozialen und räumlichen Problemlagen im Stadtteil entgegen wirken.
  • Sie sollten auf kleinteilige Maßnahmen unter Berücksichtigung vorhandener baulicher, sozialer und Nutzungsstrukturen ausgerichtet sein.
  • Sie sollten die örtlichen, städtebaulichen, Umwelt- und gesellschaftlichen  Probleme bearbeiten.
  • Sie sollten auf sorgfältigen Analysen aufbauen oder sich der objektiven Problemlagen im Stadtteil unter Einbeziehung der Bevölkerung annehmen.
  • Die Stadtteilaktivitäten sollten Teil von Stadt(teil)entwicklungsplänen und -programmen werden; sie sollten in formelle Planungsprozesse einbezogen werden.
  • Konkret sollte das jeweilige  Projekt (auch ein Zusammenhang von Projekten) gefördert werden, nur in Ausnahmefällen eine Institution.
  • Die Verwaltungsstrukturen müssten dieser Arbeitsweise angepasst werden; ressortübergreifendes Arbeiten auf Seiten der Verwaltung ist notwendig, d.h. Schul-, Jugend- und Kulturpolitik etc. sowie die kleinräumige Wirtschaftsförderung müssten mit der Stadterneuerung verknüpft werden.
  • Hilfreich kann dabei die Unterstützung durch intermediäre Organisationen sein, sinnvoll ist auf jeden Fall der Einsatz von  Moderatoren im Stadtteil.
  • Zur Entwicklung und Umsetzung von Projekten sind zudem lokale Partnerschaften zwischen Teilen der Verwaltung, den Bewohnerinnen und Bewohnern, Gewerbetreibenden, Vertretern von Organisationen usw. aufzubauen.

Nach: Ansätze integrierter Kommunalpolitik, Hrsg. Stadt Essen, Der Oberstadtdirektor und ISSAB, Essen 1997

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