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Aktion "Riegel vor!" der Polizei

Gastbeitrag von Oberbürgermeister Thomas Kufen

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wenn die Tage kürzer werden und es früher dunkel wird, häufen sich im Schutz der Dunkelheit auch die Anzahl der Einbrüche. Statistisch gesehen passieren im dritten Quartal die meisten Wohnungsdiebstähle. Auch viele Essenerinnen und Essener machen sich deshalb besonders in dieser Zeit Gedanken über die Sicherheit der eigenen vier Wände. Nicht ohne Grund: die Zahlen für Einbruchsdelikte zeigen im Jahr 2016 zwar insgesamt einen Abwärtstrend, allerdings auf hohem Niveau. Denn in 2015 wurden in unserer Stadt so viele Einbrüche verübt, wie nie zu vor. Diese Entwicklung nehmen die Stadt Essen und die Polizei Essen zum Anlasse, um auf wichtige Möglichkeiten der Prävention aufmerksam zu machen.

Schutz durch Prävention und Zusammenarbeit
Bereits 2011 hat die Landespolizei NRW das Aktionsprogramm "Riegel vor! Sicher ist sicherer" ins Leben gerufen. Das Konzept ist eine gute Anleitung und zeigt auf, was jeder Einzelne selbst tun kann, um sich vor einem Einbruch zu schützen und mögliche Schwachstellen an Türen oder Fenstern zu beseitigen. Achten Sie beispielsweise immer darauf, Türen und Fenster immer gut zu verschließen, sowie Wertgegenstände nicht offen zugänglich zu machen und bei längerer Abwesenheit Ihre Nachbarn zu informieren. Die Polizei empfiehlt außerdem die Verwendung geprüfter und zertifizierter Sicherungstechnik, um mögliche Einbrüche zu verhindern. Durch das kostenlose polizeiliche Beratungsangebot kann sich jeder schnell und umfassend informieren.

Prävention "Made in Essen"
Unsere Polizei hat vor dem Hintergrund des Aktionsprogrammes des Landes ein ergänzendes 5-Punkte Programm entwickelt. Neben erhöhten Kontrollen in sozialen Brennpunkten und städteübergreifenden Fahndungs-Maßnahmen gehört auch die Prävention vor Ort zu dem Programm.

Folgende Präventionsmaßnahmen sind in dem Konzept festgehalten:

  • Verstärkte Kontrollen an Brennpunkten, um den Verfolgungsdruck zu erhöhen.
  • Qualifizierte Nachsorgegespräche und Nachbarschaftsbefragungen bis drei Tage nach der Tat.
  • Personenorientierte Bearbeitung von Motiv-Tätern und -Täterinnen
  • "Prävention vor Ort"“: Beratung an Brennpunkten durch die Polizei
  • Motivieren der Bürgerinnen und Bürger in Verdachtsfällen und bei Hinweisen, die Polizei unter der Telefonnummer 110 zu informieren.

In der kommenden Woche veranstaltet die Polizei Essen wieder ihre Aktionswoche "Riegel vor! Sicher ist sicherer" und informiert in einer Vielzahl von Veranstaltungen über Tipps und Sicherungsempfehlungen zum Thema Einbruchschutz.

Viele Wohnungsgesellschaften stellen sich ebenfalls auf ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis ihrer Mieterinnen und Mieter ein und verwenden bereits entsprechende Sicherheitstechnik. Darüber hinaus veranstalten sie in regelmäßigen Abständen Mieterfeste und Informationsabende. So können sich Nachbarn kennenlernen und in Erfahrung bringen, wer Teil der Hausgemeinschaft ist. Gemeinsame Aktivitäten fördern die Kommunikation unter den Nachbarn und durchbrechen die Anonymität. denn aufmerksamen Nachbarn fällt eine unbekannte Person im Hausflur eher auf. Eigentümer und Mieter können darüber hinaus selbst aktiv und sich individuell schützen. Die KfW-Bank bezuschusst jeweils den Einbruchsschutz.

Zusätzlich bietet das Land NRW neben der bundesweiten Förderung durch die KfW-Bank zusätzliche Kredite und Zuschüsse an, unter anderem übernehmen sie bis zu 80 Prozent der Kosten in Mietwohnungen und 85 Prozent in selbstgenutztem Wohneigentum.

Durch die Kooperation mit den Wohnungsgesellschaften und der Polizei wollen wir gemeinsam gegen die steigende Einbruchskriminalität vorgehen und uns gemeinsam für eine sichere Stadt Essen engagieren. Mit verschiedenen Veranstaltungsformaten in Zusammenarbeit mit den Stellen der Stadtverwaltung, wollen wir direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt treten und die Maßnahmen zum Einbruchsschutz fördern.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Thomas Kufen

 
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