Als Vermögen muss das JobCenter bei der Antragsbewilligung alle verwertbaren Vermögensgegenstände berücksichtigen, unabhängig davon, ob dieses Vermögen im Inland oder Ausland vorhanden ist. Berücksichtigt wird grundsätzlich Ihr eigenes verwertbares Vermögen und das Vermögen der mit Ihnen in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen.

Dazu gehört:

  • Geld und Geldeswert (bar und in Form von Schecks)
  • unbewegliche Sachen, wie bebaute und unbebaute Grundstücke, Schmuckstücke, Gemälde, Möbel
  • Kraftfahrzeuge
  • (Spar-)Guthaben (Aktien, Sparbriefe, Bausparverträge)
  • Versicherungen (Kapitallebensversicherungen oder private Rentenversicherungen, immer ausgehend vom aktuellen Rückkaufswert)
  • Schenkungen und Vermögensübertragungen der letzten zehn Jahre

Es erfolgt eine Prüfung, ob das vorhandene Vermögen verwertbar ist, d.h. ob es veräußert oder durch Verbrauch, Verkauf, Beleihung, Vermietung oder Verpachtung nutzbar gemacht werden kann. Jedoch gibt es Freibeträge, die unberührt bleiben.

Freibeträge

Für minderjährige hilfebedürftige Kinder gilt ein einheitlicher Grundfreibetrag in Höhe von 3.100 Euro. Für jeden Erwachsenen in der Bedarfsgemeinschaft gilt ein Betrag von 150 Euro pro Lebensjahr. Dazu kommt ein Pauschalfreibetrag in Höhe von 750 Euro für einmalige Anschaffungen und Reparaturen.

Bei einem 40-jährigen Mann ergibt sich also folgender Freibetrag:

(40 x 150 Euro = 6.000 Euro) + 750 Euro / Pauschalfreibetrag = 6.750 Euro.

Maximalwerte

Jedoch sind folgende Maximalwerte zu beachten:

9.750 Euro für Personen, die vor dem 01.01.1958 geboren sind,

9.900 Euro für Personen, die nach dem 31.12.1957 und vor dem 01.01.1964 geboren sind,

10.050 Euro für Personen, die nach dem 31.12.1963 geboren sind.

Anrechnungsfreies Vermögen

Es gibt Vermögen, welches das JobCenter bei der Antragsbewilligung nicht heranzieht:

  • verpfändete Vermögensgegenstände
  • ein angemessener Hausrat
  • ein angemessenes Auto für jeden erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
  • für die Altersvorsorge bestimmte Vermögensbeträge, wenn Sie oder Ihr Partner von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit sind
  • als Altersvorsorge angesparte Beträge aus Riester-Verträgen einschließlich der Erträge sowie
  • anderweitige Altersvorsorge (bis zu bestimmten Höchstbeträgen).

Die Bedingungen und gesetzlichen Regelungen zur Vermögensberücksichtigung variieren je nach Lebensalter. Ihr zuständiger Sachbearbeiter im JobCenter Essen hilft Ihnen bei Fragen gerne weiter und hält genauere Auskünfte für Sie bereit.

 
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