Aktueller Sachstand zur Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke

Baubeginn im Frühjahr 2027 anvisiert

02.10.2026

Die geplante Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke in Werden kann voraussichtlich im Frühjahr 2027 beginnen. Derzeit werden die aktuellen Erkenntnisse zur Verstärkung der Brücke bei der weiteren Vorbereitung der Arbeiten berücksichtigt. Zudem wird noch die wasserrechtliche Freigabe für die vorgesehenen Arbeiten unterhalb der Brücke benötigt.

Warum verzögert sich die Sanierung weiter?

Für die erforderliche bauliche Verstärkung der Brücke müssen Arbeiten unterhalb der Brückenkonstruktion durchgeführt werden. Nach aktuellem Kenntnisstand ist dies nur mit einem speziellen Ponton möglich. Standardlösungen mit Gerüsten wurden aufgrund der möglichen Hochwasserrisiken verworfen.

Auch der Einsatz von Brückenuntersichtgeräten, die von der Fahrbahn aus unter der Brücke arbeiten könnten, ist nicht möglich. Die erforderlichen Arbeitsbereiche auf der Brücke würden dabei die notwendigen Abstände nicht zulassen.

Für die Arbeiten unterhalb der Brücke wird deshalb voraussichtlich eine spezielle Pontonlösung benötigt, die mit einem Stelzenponton vergleichbar ist. Ergänzend wurde ein Gutachten erstellt, um die notwendigen Vorlaufzeiten bei Hochwasserereignissen genauer zu bestimmen.

Was für Arbeiten erfolgen an der Brücke?

Die Randstege der Gustav-Heinemann-Brücke, also die tragenden Balken an den Außenseiten der Brücke, müssen baulich verstärkt werden. Dafür werden Stahlstäbe neben den bestehenden Trägern eingebracht. Diese werden über einen Balken unterhalb des Trägers mit der Brückenoberseite verspannt.

Insbesondere für die Befestigung der Bauteile unterhalb der Brücke sind Arbeiten von unten erforderlich. Die hierfür notwendige Arbeitsweise wird derzeit in den Ausschreibungsunterlagen berücksichtigt.

Wie geht es weiter?

Derzeit werden die aktuellen Erkenntnisse in die Ausschreibungsunterlagen eingearbeitet. Parallel dazu laufen Gespräche mit den beteiligten Stellen, um die wasserrechtliche Genehmigung für die Arbeiten mit dem Ponton zu erhalten.

Nach Vorliegen der notwendigen Genehmigung soll die Ausschreibung der Bauleistungen noch Ende dieses Jahres veröffentlicht werden. Bei einer anschließenden Vergabedauer von rund drei Monaten könnte mit den Bauarbeiten frühestens im Frühjahr 2027 begonnen werden.

Bis zur Umsetzung der baulichen Maßnahmen wird die Gustav-Heinemann-Brücke weiterhin intensiv überwacht. Dazu gehören regelmäßige Brückenprüfungen sowie ein Monitoringsystem, mit dem mögliche Veränderungen frühzeitig erkannt werden können. Sollte sich dabei ein Handlungsbedarf ergeben, kann entsprechend reagiert werden.

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