Das Thema "Sicherheit" hat in den vergangenen Jahren durch verschiedenste Faktoren (unter anderem politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen sowie eine fortschreitende Digitalisierung) auf allen staatlichen Ebenen stark an Bedeutung gewonnen. Hierbei ist der Themenkomplex „Sicherheit" durchaus sehr weit zu fassen und geht von der klassischen polizeilichen und ordnungsbehördlichen Sicherheitsdefinition über urbane Sicherheit, Wirtschaftsschutz bis zur IT-Sicherheit.
Die statistischen Daten zeigen, dass sich die Stadt Essen in Sicherheitsfragen auf einem guten Weg befindet und die repressiven Ansätze Wirkung zeigen. Noch wichtiger ist jedoch, Straftaten vorzubeugen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt von Grund auf zu stärken. Um der Kriminalität und Unsicherheitsgefühlen im Stadtgebiet wirksam und ganzheitlich begegnen zu können, bedarf es vielfältiger Expertise und diverser Ansätze. Neben der Sichtbarkeit von Ordnungskräften gehören dazu stadtplanerische und sozialpädagogische Konzepte, durch die Orte, an denen typischerweise kriminelle Delikte verübt werden, gar nicht erst entstehen. Aber auch die schnelle und zielgerichtete Reaktion auf neue Kriminalitätsphänome und gesellschaftliche Entwicklungen mindert die subjektive Unsicherheit und stärkt das demokratische Zusammenleben. Dabei versteht sich kommunale Kriminalprävention als Querschnittsaufgabe, die weit über den öffentlichen Raum hinausreicht und unterschiedliche soziale, gesellschaftliche und strukturelle Aspekte von Sicherheit und Zusammenleben miteinander verbindet.