Im Oktober 2022 hat sich unter Mitwirkung von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugend- und Wohlfahrtsverbänden, Schulaufsicht und städtischen Fachbereichen (Jugendamt, Fachbereich Schule, Ordnungsamt) die Fachgruppe Jugend gebildet. Sie wird durch den Geschäftsbereichsvorstand Jugend, Bildung und Kultur, Herrn Muchtar Al Ghusain, geleitet. Den Schwerpunkt der Arbeit legt die Fachgruppe auf Jugendkriminalität im schulischen Kontext sowie die kriminalpräventiven Netzwerke in den Stadtteilen.
Schulen stehen vor vielfältigen Herausforderungen wie Gewalt und Vandalismus, was das Sicherheitsgefühl von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften beeinträchtigt. Gewaltprävention wird deshalb zunehmend wichtig. Erfolgreiche Strategien erfordern ein umfassendes Maßnahmenpaket: präventive, bauliche, technische sowie ordnungsrechtliche und repressive Ansätze. In der Fachgruppe Jugend arbeiten alle relevanten Akteure gemeinsam an der inhaltlichen Entwicklung und Umsetzung dieser Maßnahmen.
Darüber hinaus ist die Stärkung von Nachbarschaften und des sozialen Zusammenlebens ein Anliegen der Fachgruppe. Die Förderung und Weiterentwicklung der bestehenden Netzwerke in den Stadtteilen (siehe „Kriminalpräventive Bündnisse in den Stadtteilen") ist dabei ebenso zentral wie die Quartiershausmeister*innen sowie das Quartiersmanagement. Während die kriminalpräventiven Netzwerke verstärkt auf die Prävention von Straftaten und abweichendes Verhalten schauen, sind die Quartiershausmeister*innen in ihren Stadtteilen im Rahmen der Wohnumfeldverbesserung auf den Straßen unterwegs. Sie fungieren als Bindeglied zur Kommunikation zwischen den Bewohner*innen in den Stadtteilen sowie zur Verwaltung. Alle Strukturen wirken jedoch gemeinsam auf das Ziel ein, den Zusammenhalt in den Stadtteilen zu stärken und damit das Sicherheitsgefühl zu steigern und kriminellen Aktivitäten vorzubeugen.