Feierliche Verleihung des Signets "Essen ohne Barrieren"
16.10.2026
Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfen in Essen e.V. (AGSBM) hat die Stadt Essen ein Zeichen für mehr Teilhabe und Inklusion gesetzt: Heute (16.10.) wurde in der Neuen Insel das Signet "Essen ohne Barrieren" an Einrichtungen verliehen, die sich durch ihre Barrierefreiheit auszeichnen. In diesem Jahr haben unter anderem die Messe Essen, die Neue Insel, die Grugapark-Therme und die Aidshilfe Essen eine Auszeichnung erhalten. An der feierlichen Verleihung haben auch Oberbürgermeister Thomas Kufen und Stadtdirektor Peter Renzel teilgenommen.
"Barrierefreiheit ist ein wesentlicher Bestandteil von Inklusion. Denn teilzuhaben und dazuzugehören setzt voraus, dass es auch einen Zugang gibt. Einen Zugang zu Gebäuden und Plätzen, zu Informationen und Angeboten und nicht zuletzt zu Entscheidungen. Wie wichtig das ist, zeigt sich im Alltag. Die Teilnahme an einer Veranstaltung, das selbstständige Wahrnehmen eines Termins oder die Einbringung der eigenen Meinung, all das klingt zunächst nach normalen Alltagsaufgaben", so Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Für Menschen mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen hängen diese Möglichkeiten häufig davon ab, ob ihre Bedürfnisse mitbedacht wurden. Eine Stadt ohne Barrieren schafft die Voraussetzungen dafür, dass Menschen ihren Alltag selbstbestimmt gestalten können. Der Abbau von Barrieren, ob in Gebäuden oder in den Köpfen, stärkt die Unabhängigkeit vieler Bürgerinnen und Bürger und eröffnet Wahlmöglichkeiten."
Das Signet "Essen ohne Barrieren" dient Menschen mit Behinderungen als wichtige Orientierungshilfe. Es macht sichtbar, welche Gebäude und Einrichtungen barrierefrei zugänglich und nutzbar sind. Gleichzeitig soll die Auszeichnung motivieren, bestehende Barrieren abzubauen und ihre Angebote für alle Menschen zugänglich zu gestalten. Die Prüfungen erfolgen durch Betroffene als Expertinnen*Experten in eigener Sache anhand speziell entwickelter Checklisten.
Das Signet wurde 2005 durch das Gremium Planung und Koordinierung der Behindertenarbeit (PUK) der Stadt Essen und die AGSBM ins Leben gerufen. Die Koordinierungsstelle Inklusion des Amtes für Soziales und Wohnen ist bis heute stimmberechtigtes Mitglied im Arbeitskreis und setzt sich dort aktiv für mehr Inklusion und Barrierefreiheit ein.
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