Invasive Arten sind Tier- oder Pflanzenarten, die ursprünglich nicht in einem Gebiet heimisch sind, sondern durch menschliche Aktivitäten oder natürliche Ausbreitung aus anderen Regionen, Ländern oder Kontinenten dorthin gelangt sind. In dem neuen Lebensraum können sie potenziell die Gesundheit von Menschen gefährden, einheimische Arten verdrängen und das bestehende Ökosystem beeinträchtigen. Dadurch sind erhebliche gesundheitliche, ökologische und wirtschaftliche Schäden möglich.
Bei der unbeabsichtigten Einschleppung invasiver Arten spielen insbesondere der globale Handel und die intensiven Reisetätigkeiten der Menschen eine entscheidende Rolle. So können beispielsweise die Eier von exotischen Mücken über Frachtcontainer, Pflanzenimporte oder andere Transportwege nach Deutschland gelangen.
Aufgrund des Klimawandels und den daraus resultierenden steigenden Temperaturen finden wärmeliebende Mückenarten wie die Asiatische Tigermücke inzwischen auch in Deutschland gute Bedingungen, um sich zu vermehren und dauerhaft anzusiedeln.
Einige exotische Mückenarten dienen nachweislich als Überträger von Krankheitserregern. Werden durch Reiserückkehrende zudem Erkrankungen durch tropische Viren wie dem Chikungunyavirus mitgebracht, steigt die Gefahr der Ausbreitung dieser Krankheiten auch in Deutschland.