Invasive Mücken

Asiatische Tigermücke und Co. - invasive Arten

Invasive Arten sind Tier- oder Pflanzenarten, die ursprünglich nicht in einem Gebiet heimisch sind, sondern durch menschliche Aktivitäten oder natürliche Ausbreitung aus anderen Regionen, Ländern oder Kontinenten dorthin gelangt sind. In dem neuen Lebensraum können sie potenziell die Gesundheit von Menschen gefährden, einheimische Arten verdrängen und das bestehende Ökosystem beeinträchtigen. Dadurch sind erhebliche gesundheitliche, ökologische und wirtschaftliche Schäden möglich.

Bei der unbeabsichtigten Einschleppung invasiver Arten spielen insbesondere der globale Handel und die intensiven Reisetätigkeiten der Menschen eine entscheidende Rolle. So können beispielsweise die Eier von exotischen Mücken über Frachtcontainer, Pflanzenimporte oder andere Transportwege nach Deutschland gelangen.
Aufgrund des Klimawandels und den daraus resultierenden steigenden Temperaturen finden wärmeliebende Mückenarten wie die Asiatische Tigermücke inzwischen auch in Deutschland gute Bedingungen, um sich zu vermehren und dauerhaft anzusiedeln.

Einige exotische Mückenarten dienen nachweislich als Überträger von Krankheitserregern. Werden durch Reiserückkehrende zudem Erkrankungen durch tropische Viren wie dem Chikungunyavirus mitgebracht, steigt die Gefahr der Ausbreitung dieser Krankheiten auch in Deutschland.

Die Asiatische Tigermücke

Die Asiatische Tigermücke, lateinisch Aedes albopictus, ist eine aus Asien stammende Mückenart, die sich seit einigen Jahren auch in Deutschland ausbreitet.

Gemeinsam gegen die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke - einfache Tipps für den Garten

Alle Bürgerinnen und Bürger können mit einfachen Maßnahmen dazu beitragen, die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke einzudämmen.

Auch wenn das von der Tigermücke ausgehende Gesundheitsrisiko in Essen derzeit als gering eingeschätzt wird, ist es ratsam, ihre weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern.
Hat sich die Tigermücke erst einmal in einem Garten niedergelassen, wird ihr penetrant aggressives Verhalten eine entspannte Nutzung des Gartens im Sommer erheblich beeinträchtigen.

Asiatische Tigermücken sind Containerbrüter. Sie legen in kleinsten Wasseransammlungen ihre Eier ab, aus denen sich eine Vielzahl von Nachkommen entwickeln. Um die Vermehrung der Asiatischen Tigermücke zu verhindern, ist daher die Beseitigung solcher potenziellen Brutstätten die wirksamste Maßnahme.

Mit diesen Tipps lassen sich Brutstätten vermeiden:

  • Regentonnen mit einem Mückennetz dicht abdecken, um eine Eiablage zu verhindern. Das Netz sollte dabei nicht mit der Wasseroberfläche in Berührung kommen.
  • Gegenstände, in denen sich Wasser ansammeln kann, umdrehen oder trocken lagern. Hierzu zählen beispielsweise Gießkannen, Eimer, Sandkastenförmchen, Schubkarren, ungenutzte Pflanzgefäße, Reifen und vieles mehr. Auch in Falten und Kuhlen von Abdeckplanen kann sich Wasser sammeln. Diese sollten daher regelmäßig kontrolliert werden.
  • Wasserreservoirs für Tiere und Pflanzen, zum Beispiel Pflanzenuntersetzer und Vogeltränken, mindestens einmal wöchentlich entleeren, gründlich reinigen und neu befüllen.
  • Verstopfte Regenrinnen regelmäßig von Laub und anderen Verschmutzungen befreien.
  • Offene, hohle Zaunpfähle beispielsweise mit Klebeband verschließen, um eine Wasseransammlung zu verhindern.
  • Gechlorte Pools und belebte Gartenteiche stellen keine geeignete Brutstätte dar und müssen daher nicht beachtet werden.

Heimische Tierarten benötigen im Sommer weiterhin Wasserstellen in Ihrem Garten.
Bitte verzichten Sie daher nicht auf das Bereitstellen von Vogeltränken und Ähnlichem, sondern achten Sie darauf, diese regelmäßig zu reinigen.

Stab des Gesundheitsamtes

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