Sechsstreifiger Ausbau der A40 zwischen dem Autobahnkreuz Kaiserberg und der Anschlussstelle Essen-Frohnhausen

Informationsveranstaltung am Montag, 13. November, in Mülheim an der Ruhr

26.10.2017

Die A40 ist eine wichtige West-Ost-Verbindung. Als Verkehrshauptschlagader des Ruhrgebiets verbindet sie viele Großstädte sowie das Ruhrgebiet mit dem Niederrhein und den Niederlanden. Auf dem Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Kaiserberg in Mülheim an der Ruhr und der Anschlussstelle Essen-Frohnhausen ist die A40 mit täglich 80.000 bis 90.000 Kraftfahrzeugen hoch belastet. Prognosen zufolge wird diese Belastung weiter zunehmen. Aufgrund der dadurch ebenfalls zunehmenden negativen Konsequenzen für den Ballungsraum, wie Stau sowie Lärm- und Schadstoffbelastung, wurde der Abschnitt im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 in der höchsten Kategorie als Maßnahme "des vordringlichen Bedarfs - Engpassbeseitigung" aufgenommen. Der sechsstreifige Ausbau ist ein notwendiger Schritt zu mehr Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit.

Um über den bevorstehenden Ausbau auf insgesamt sechs Spuren in diesem Bereich zu informieren, findet am Montag, 13. November, in der Aula der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Boverstraße 150, in Mülheim an der Ruhr eine Infoveranstaltung für Interessierte statt. Ab 17:30 Uhr besteht zunächst die Möglichkeit, sich an Themenständen zu den verschiedenen Fachbereichen der Straßenplanung über das Projekt zu informieren und in Planunterlagen einzusehen. Um 18:30 Uhr stellt die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr die geplante Maßnahme mit ihren wesentlichen Auswirkungen vor. In dem Zusammenhang werden Fragen von allgemeinem Interesse beantwortet. Anschließend besteht weiterhin die Möglichkeit, sich an den Themenständen zu informieren, Detailfragen zu stellen und Anregungen zu geben.

Zum Hintergrund:

Der Autobahnabschnitt liegt zum Großteil im Gebiet der kreisfreien Stadt Mülheim an der Ruhr. Er beinhaltet die Anschlussstellen Duisburg-Kaiserberg, Mülheim an der Ruhr, Mülheim-Styrum, Mülheim-Dümpten, Mülheim-Winkhausen, Mülheim-Heißen, Mülheim-Heimaterde und Essen-Frohnhausen.

Die Trassenlänge der Ausbaustrecke beträgt 12,3 Kilometer. Der Bauanfang wird festgelegt durch den Anschluss an das Autobahnkreuz Kaiserberg (A3/ A40). Der Umbau des Autobahnkreuzes befindet sich gegenwärtig ebenfalls in Planung. Das Bauende wird bestimmt durch die Anschlussstelle Essen-Frohnhausen. Ein weiterer Ausbau in Richtung Osten in die beginnende Troglage der A40 mit der mittig verlaufenden Stadtbahn-Strecke ist bisher nicht vorgesehen.

Aufgrund der vorgegebenen Siedlungs- und Landschaftsstruktur erfolgt der sechsstreifige Ausbau der A40 grundsätzlich im Linienverlauf der vorhandenen vierstreifigen Trasse. Zurzeit wird der Verlauf der Ausbaustrecke durch einen stetigen Wechsel des Querschnitts bestimmt (vierstreifig, fünfstreifig, mit und ohne Standstreifen). Durch den Ausbau erhält der Abschnitt einen einheitlichen, den Anforderungen entsprechenden sechsstreifigen Querschnitt mit Standstreifen (RQ36, Regelquerschnitt über 36 Meter Gesamtbreite).

Im Verlauf der Ausbaustrecke bestehen mehrere Brückenbauwerke, welche im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus erneuert werden. Darunter befinden sich drei Großbrücken, das Bauwerk über den Ruhrschifffahrtskanal mit einer Länge von 200 Metern, die Ruhrbrücke mit einer Länge von 523 Metern und die 168 Meter lange Hardenbergbrücke, die sich über die Gleisanlagen der Deutschen Bahn AG erstreckt. Die vorhandenen Anschlussstellen im gesamten Ausbauabschnitt werden nach derzeitigem Stand ohne Eingriff ins untergeordnete Netz angepasst beziehungsweise aus- oder umgebaut.

Im Rahmen der weiteren Bearbeitung wird der 12,3 Kilometer lange Autobahnabschnitt in drei eigenständige Entwürfe unterteilt. Dies gilt für die Vorentwürfe, das anschließende Planfeststellungsverfahren und auch die Umsetzung. Der erste Abschnitt erstreckt sich vom Autobahnkreuz (AK) Kaiserberg bis zur Anschlussstelle (AS) Mülheim-Dümpten. Besondere Anforderung sind hier die Abstimmungen mit den Planungen zum AK Kaiserberg. Die Ein- und Ausfahrten des Autobahnkreuzes Kaiserberg reichen bis auf die beiden Brückenbauwerke über den Ruhrschifffahrtskanal und die Ruhr. Diese wurden in den 60er Jahren erbaut und müssen noch vor dem Ausbau verstärkt werden. Die Verstärkungsmaßnahmen dienen auch der Vorbereitung (4+0-Baustellenverkehrsführung) des Neubaus der beiden Großbrücken.

Der zweite Abschnitt schließt daran an bis zur AS Mülheim-Heißen und der dritte Abschnitt endet mit dem Anschluss an den vierstreifigen Bestand an der Anschlussstelle Essen-Frohnhausen. Charakteristisch für den gesamten dritten Abschnitt ist die im Mittelstreifen liegende Stadtbahn-Linie. Die Koordinierung der betrieblichen Belange von Straße und Schiene während der Bauzeit stellen eine besondere Herausforderung dar.

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