Foto: Das Zählgerät für den Radverkehr ist in der Huyssenallee im Aspahlt eingelassen. Das Zählgerät für den Radverkehr ist in der Huyssenallee im Aspahlt eingelassen. Foto: Björn Zerres

Halbe Million Radfahrten auf der Grugatrasse gezählt

Erste Ergebnisse der Dauerzählstellen des Radverkehrs veröffentlicht

26.07.2019

Seit 2018 führt die Stadt Essen mit zwei Dauerzählstellen Zählungen des Radverkehrs durch. Die Zählstellen liegen an der Huyssenallee im Bereich der Philharmonie und an der Grugatrasse in Höhe Rellinghausen. Zusätzlich wird mit einer mobilen Zählstelle an verschiedenen Orten der Radverkehr erhoben. Das Amt für Stadtordnung und Bauplanung hat nun die ersten Ergebnisse der Zählungen veröffentlicht:

Von Juni 2018 bis Ende Mai 2019 befuhren die Huyssenallee rund 230.000 und die Grugatrasse 520.000 radelnde Personen. Im Tagesdurchschnitt entsprach dies 634 Radfahrerinnen und Radfahrer, die auf der Huyssenallee unterwegs waren und 1.424 Personen, die auf der Grugatrasse radelten. Am Karfreitag (19.4.) wurde auf der Grugatrasse der diesjährige Tagesspitzenwert mit 3.813 Radfahrten gemessen.

Die Huyssenallee zeigte im Tagesverlauf das typische Profil einer Pendlerstecke. Morgens wurde zwischen 7 Uhr und 9 Uhr eine deutliche Verkehrsspitze mit Fahrtrichtung Hauptbahnhof gemessen. Nachmittags und abends dominierte die Fahrtrichtung Rüttenscheid. Von montags bis freitags waren hier im täglichen Durchschnitt 739 Räder unterwegs. Am Wochenende sank die Anzahl der radelnden Personen auf 371.

Auf der Grugatrasse überlagerten sich der Pendler- und Freizeitverkehr. Die Sonntage waren die verkehrsstärksten Tage. Werktags war die Morgenspitze um 7 Uhr nicht so ausgeprägt wie an der Huyssenallee. An einem durchschnittlichen Sommermorgen waren zwischen 7 Uhr und 8 Uhr rund 100 Personen auf der Grugatrasse unterwegs. Morgens radelten zwei Drittel Richtung Rüttenscheid und Klinikum und nur ein Drittel Richtung Ruhr. Ab der Mittagszeit drehte sich das Verhältnis um und es radelten mehr Personen Richtung Ruhr und Steele.

An den Dauerzählstellen konnte im Juni erstmals ein Monatsvergleich zwischen 2018 und 2019 erfolgen. Bei vergleichbarer Anzahl an Regentagen steigerte sich das Radaufkommen auf der Grugatrasse um circa 18 Prozent während es auf der Huyssenallee konstant geblieben ist. Im Juni 2019 wurde zusätzlich mit einer mobilen Zählstelle der Radverkehr am Radweg Rheinische Bahn gezählt. Der Radweg wies mit 68.352 Radelnden im Juni 2019 eine ähnlich hohe Nutzung auf wie die Grugatrasse mit 73.937 im selben Monat. Auch die Überlagerung vom Freizeit- und Pendelverkehr wurde deutlich. Die verkehrsstärksten Tage waren ebenfalls wie an der Grugatrasse die Sonntage. Die Hyussenallee konnte 23.680 radelnde Personen im Juni 2019 zählen.

Im Jahresverlauf schwankte die Fahrradnutzung der Trassen deutlich. Im Januar wurde nur ein Sechstel des Verkehrs des Spitzenmonats Juli registriert. Auch Niederschläge hatten einen wesentlichen Einfluss auf die Radnutzung. Tage mit starken und lang anhaltenden Niederschlägen führten zu einem deutlichen Rückgang der Nutzungszahlen. Der Freizeitverkehr ließ bei Regen erwartungsgemäß besonders stark nach. Die Verkehrszahlen der Grugatrasse reagierten daher besonders sensibel auf Niederschläge. Berufspendelnde Personen ließen sich von schlechtem Wetter deutlich weniger vom Radfahren abhalten.

Weitere Ergebnisse mit Grafiken sind veröffentlicht unter https://www.essen.de/leben/verkehr/fahrradzaehlstelle.de.html

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