Jugendstück "Tschick" in Gebärdensprache

Vorstellung für hörendes und gehörloses Publikum am 11. März in der Casa des Schauspiel Essen. Der Eintritt kostet 17 Euro.

04.03.2020

Wolfgang Herrndorfs "Tschick" gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Jugendbüchern. 2010 veröffentlicht, wurde der Text noch im selben Jahr mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet; 2011 und 2012 kamen der Clemens-Brentano-Preis sowie der Hans-Fallada-Preis hinzu. Schnell wurde die Geschichte auch fürs Theater entdeckt, so auch am Schauspiel Essen: Seit 2013 ist "Tschick" auf der intimen Casa-Bühne ein Dauerbrenner. Die Vorstellung am Mittwoch, 11. März, ab 19 Uhr, ist die nunmehr 81. Aufführung der Inszenierung von Jana Milena Polasek und sie wird für gehörlose Zuschauerinnen und Zuschauer in DGS-Gebärdensprache übersetzt.

Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Jugendliche, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Da ist zum einen Maik, der aus bürgerlichen Verhältnissen stammt, aber aufgrund der kriselnden Ehe seiner Eltern wohl eher als wohlstandsverwahrlost bezeichnet werden muss. Von seinen Klassenkameraden wird er kaum wahrgenommen – abgesehen davon, dass sie ihm irgendwann den unrühmlichen Spitznamen "Psycho" verpasst haben. Doch als eines Tages Tschick, der lässige Assi aus Russland, der kaputte Klamotten trägt und im Unterricht schon mal betrunken vom Stuhl fällt, neu in die Klasse kommt, verändert sich auch für Maik so einiges. Da beide Jungs von Schulschönheit Tatjana nicht zu deren Geburtstag eingeladen werden, beschließen sie, die Sommerferien nicht untätig zu verdaddeln, sondern gemeinsam Tschicks Verwandte zu besuchen: In einem geklauten Lada, ohne Handys und ohne Landkarte brechen sie Richtung Walachei auf …

Im Bühnenbild von Stefanie Grau spielen Alexey Ekimov, Tobias Roth und Silvia Weiskopf.

Die Einführung ab 18:30 Uhr in der Box wird ebenfalls in Gebärdensprache übersetzt. Die gebärdensprachgedolmetschten Vorstellungen werden vom Schauspiel Essen in Kooperation mit dem Diakoniewerk Essen ermöglicht und von der Brost-Stiftung gefördert.

Der Eintritt kostet 17 Euro. Eine Ermäßigung wird bei Vorlage des entsprechenden Ausweises gewährt. Karten sind im Einzelkartenvorverkauf per Fax an 0201 81-22201, telefonisch unter 0201 81-22200 und per E-Mail an tickets@theater-essen.de erhältlich. Wer Plätze in der Nähe des Gebärdensprachdolmetschers erwerben möchte, gibt bei der Reservierung bitte das Stichwort "Gebärdensprache" an.

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Szenenfoto: "Tschick" (Foto: Birgit Hupfeld)
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