Das Wichtigste auf einen Blick:
Das aus den 1970er Jahren stammende Gebäude der Kindertagesstätte an der Helen-Keller-Straße 10 musste bereits im Sommer 2022 aufgrund erheblicher Mängel im Arbeits- und Brandschutz geräumt werden. Seitdem werden die Kinder vorübergehend an anderen Standorten betreut. Der Rat der Stadt Essen hat in seiner heutigen (25.03.) Sitzung die Mittelbereitstellung für die Planung einer Sanierung des Gebäudes beschlossen.
Warum eine Sanierung?
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden zwei Optionen geprüft: Abriss mit Neubau oder die Sanierung des Bestandsgebäudes. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Sanierung ist wirtschaftlicher und nachhaltiger.
Ein Neubau würde rund 15 Prozent mehr kosten (etwa 7,11 Millionen. Euro statt 6,16 Millionen Euro). Zudem ermöglicht die Sanierung die Weiternutzung bestehender Strukturen und spart sogenannte "graue Energie", also bereits eingesetzte Ressourcen.
Die Sanierung bringt aber nicht nur finanzielle Vorteile, sondern auch praktische wie kürzere Bauzeiten sowie weniger Lärm- und Staubbelastungen.
Was wird nach der Sanierung anders?
Die Kita wurde ursprünglich für sechs Gruppen gebaut. Künftig wird sie als moderne viergruppige Einrichtung betrieben.
Damit reagiert die Stadt insbesondere auf den gestiegenen Bedarf an U3-Betreuung sowie zusätzliche Räume für pädagogische Angebote. Auch ein Familienzentrum kann durch den eingesparten Platz integriert werden.
Außerdem ist eine dem Jugendamt angegliederten Schreinerei neben der Kita geplant. Diese soll für Reparaturen und Lagerung von Materialien für die städtischen Kitas genutzt werden.
Wie viel kostet die Planung?
Für die Planungsleistungen bis zur Genehmigungsreife sind zunächst 300.000 Euro vorgesehen. Die eigentliche Finanzierung der Sanierung wird dem Rat unterjährig mit dem Baubeginnbeschluss zur Entscheidung vorgelegt.
Weitere Informationen finden Interessierte in der Vorlage 0141/2026/7 .
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