Der Rat der Stadt Essen hat heute (25.03.) der Schenkung der Bronzeskulptur "Der Rufer" von Gerhard Marcks aus einem Privatbesitz zugestimmt. Das Werk wird auf der Treppe zwischen Kettwiger Straße und Burgplatz aufgestellt.
Die Kosten für Abbau am früheren Standort und Transport übernimmt der Stifter. Aufrichtung und Beschriftung kosten rund 10.000 Euro und werden über das Budget "Kunst im öffentlichen Raum" des städtischen Kulturamtes zur Verfügung gestellt. Das Konzept zur Aufstellung der Skulptur wurde in enger Abstimmung mit der Kommission Kunst im öffentlichen Raum entwickelt. Prüfungen durch die zuständigen Fachbereiche sowie die Essen Marketing GmbH ergaben keine Einwände.
Die Skulptur "Der Rufer" entstand 1966/1967. Sie ist rund drei Meter hoch und rund 700 Kilogramm schwer. Die Figur mit trichterförmig an den Mund gelegten Händen steht sinnbildlich für Kommunikation, Meinungsfreiheit und die Verantwortung des Wortes. Der Burgplatz als Ort zentraler kirchlicher, kultureller und politischer Ereignisse eignet sich, die humanistische Botschaft der Skulptur von Gerhard Marcks sichtbar zu machen. "Der Rufer" wird auch von der Kettwiger Straße aus wahrnehmbar sein. Ein Graffitischutz und eine feste Verankerung sollen das Werk sichern.
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