Daten aus Schuleingangsuntersuchungen in Essen zeigen: die Anzahl an Kindern im Schuljahr 2024/2025 mit keinen oder sehr schlechten Deutschkenntnissen ist erheblich gestiegen. Lag der Anteil an Kindern im Schuljahr 2014/2015 mit keinen oder sehr schlechten Deutschkenntnissen bei 4,4 Prozent (dies waren 214 Kinder), stieg dieser im Schuljahr 2024/2025 auf 14,8 Prozent (dies sind 927 Kinder). Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund mit keinen oder sehr schlechten Deutschkenntnissen hat sich im Zeitverlauf ebenfalls deutlich vergrößert. Lag der Anteil dieser Kinder im Schuljahr 2014/2015 noch bei 11,2 Prozent (dies waren 191 Kinder), so stieg dieser zum Schuljahr 2024/2025 auf 31,1 Prozent (dies sind 880 Kinder).
Nimmt man die Anzahl an Kindern hinzu, die zwar flüssig, aber mit erheblichen Fehlern im Deutschen sprechen, steigt die Anzahl über alle Schuleingangsuntersuchungen hinweg im Schuljahr 2024/2025 auf 32,9 Prozent (das sind 2.058 Kinder), bei Kindern mit Migrationshintergrund auf 64,8 Prozent (dies sind 1.836 Kinder). Zum Vergleich: im Schuljahr 2014/2015 waren es noch 18 Prozent (865 Kinder) bzw. 5,5 Prozent (dies sind 170 Kinder).
Dazu Oberbürgermeister Thomas Kufen: "Die geplante landesweite Einführung der sogenannten ABC-Klassen zum Schuljahr 2028/2029 ist ein guter erster Schritt, denn sie bereiten Kinder besser auf die Schulzeit vor und fördern Bildungskarrieren gleich zu Beginn. Noch wirkungsvoller ist allerdings ein verpflichtendes Kita-Jahr, in dem Kinder nicht nur an zwei Tagen pro Woche zwei Stunden intensiv mit der deutschen Sprache umgehen, sondern täglich. Auch das zeigen die Erkenntnisse aus den Schuleingangsuntersuchungen, der Besuch einer Kita und die ganzheitliche pädagogische Förderung machen einen erheblichen Unterschied und ermöglichen Kindern einen guten Start in der Grundschule."
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