Stadt Essen plant Teilnahme am NRW-Programm "Kulturstrolche"

13.05.2026

Die Stadt Essen strebt an, sich ab dem Schuljahr 2026/2027 am landesweiten Kulturbildungsprogramm "Kulturstrolche" zu beteiligen. Darüber wurde heute (13.05.) der Ausschuss für Schule und Bildung in Kenntnis gesetzt.

Was ist das NRW-Programm "Kulturstrolche"?

Das Programm "Kulturstrolche" steht unter der Trägerschaft des Kultursekretariats NRW Gütersloh sowie des NRW KULTURsekretariats Wuppertal und wird durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Aktuell gehören bereits 58 Städte in Nordrhein-Westfalen dem Netzwerk an.

Ziel des Programms ist es, Grundschulkinder frühzeitig, systematisch und nachhaltig an Kunst und Kultur heranzuführen.

Wie sieht eine Teilnahme am Programm aus?

Im Rahmen des Programms entdecken Kinder im Klassenverband und gemeinsam mit ihren Lehrkräften über mehrere Jahre hinweg unterschiedliche Kultursparten, kulturelle Orte und künstlerische Arbeitsweisen. Sie erhalten Einblicke hinter die Kulissen von Kulturinstitutionen, werden selbst kreativ tätig und reflektieren ihre Erfahrungen. Ziel ist es, kulturelle Teilhabe zu stärken und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder nachhaltig zu fördern.

Wer ist beteiligt?

Die Umsetzung basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kulturinstitutionen, Künstlerinnen*Künstlern sowie der kommunalen Projektleitung. Während Kulturakteurinnen*Kulturakteure die kulturellen Angebote entwickeln und durchführen, begleiten Lehrkräfte die Maßnahmen pädagogisch im Unterricht. Die Projektleitung auf kommunaler Ebene ist für die Koordination, die Weiterentwicklung des Programms, Qualitätssicherung und die Beantragung der Fördermittel in Höhe von maximal 5.500 Euro pro Haushaltsjahr verantwortlich. Die Kultursekretariate übernehmen eine zentrale Beratungs-, Koordinierungs- und Förderfunktion für die beteiligten Städte. Dies umfasst insbesondere die Bereitstellung finanzieller Mittel, die Entwicklung und Bereitstellung von Materialien, die landesweite Netzwerkkoordination sowie Qualifizierungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Was sind die nächsten Schritte?

Die Gesamtkoordination und Umsetzung in Essen übernimmt zukünftig das Bildungsbüro im Fachbereich Schule der Stadt Essen. In Essen liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Qualitätssicherung und der nachhaltigen Entwicklung eines lokalen Netzwerks kultureller Bildung. Die Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen und Künstlerinnen*Künstlern erfolgt in enger Abstimmung mit dem Kulturamt. Darüber hinaus werden aktuelle Entwicklungen kontinuierlich in das Kernteam des “Kommunalen Gesamtkonzepts für Kulturelle Bildung in Essen“ eingebracht.

Die konzeptionelle Planung erfolgt derzeit gemeinsam mit der Schulaufsicht, interessierten Schulen sowie kooperierenden Kulturinstitutionen und Kulturakteurinnen*Kulturakteuren. Ziel ist es, langfristig tragfähige Strukturen kultureller Bildung an Essener Grundschulen aufzubauen.

Die Auswahl der teilnehmenden Schulen sowie der beteiligten Kulturpartner*innen befindet sich aktuell in der Abstimmungs- und Entwicklungsphase.

Weitere Informationen finden Interessierte in der Vorlage 0151/2026/4 und auf der Interseite des Kulturbildungsprogramms "Kulturstrolche" www.kulturstrolche.de

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