Die Stadt Essen entwickelt ihre Maßnahmen zur Sicherheit an Schulen und weiteren Einrichtungen des Geschäftsbereichs Jugend, Bildung und Kultur weiter. Dazu zählen insbesondere technische Alarmierungssysteme, bauliche Sicherungsmaßnahmen sowie organisatorische Verbesserungen im Krisen- und Notfallmanagement.
Worauf basieren die Maßnahmen?
Grundlage ist der Ratsbeschluss vom 26. Juni 2024, mit dem die Verwaltung beauftragt wurde, ein Umsetzungskonzept zum Thema „Schule als sicherer Ort“ zu erarbeiten. Mit den Beschlüssen vom 24. September 2025 wurden erste Maßnahmenpakete in den Bereichen baulich-technische Sicherheit sowie präventiv-pädagogische Angebote auf den Weg gebracht.
Welche Maßnahmen werden umgesetzt oder sind geplant?
- Präventionsarbeit und bauliche Maßnahmen an Schulen
Aktuell nehmen 21 Schulen an einer Pilotphase zur Einführung ausgewählter Gewaltpräventionsprogramme teil. Darüber hinaus wird die flächendeckende Einführung eines Programms zur Prävention sexualisierter Gewalt in der Primarstufe ermöglicht. An zunächst 14 Schulstandorten werden baulich-technische Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören Schließzylinder mit Drehknebel an Klassenraumtüren sowie eine optimierte Außenbeschilderung. Die Umsetzung soll voraussichtlich bis Ende des vierten Quartals 2026 abgeschlossen sein. Weitere Maßnahmen zur flächendeckenden Umsetzung folgen in weiteren Schritten.
- Alarmierungs- und Notfallsysteme
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung von Alarmierungs- und Notfallsystemen. Als Sofortmaßnahme wurde am Berufskolleg im Bildungspark eine Notfall-App eingeführt. Das System ermöglicht eine schnelle Alarmierung und koordinierte Reaktion in Krisensituationen. Die Beschaffung einer spezifischen Notfall-App für alle weiterführenden Schulen ist gestartet. Diese soll auf die spezifischen Anforderungen von Schulen zugeschnitten sein.
- Leit- und Orientierungssysteme
Ergänzend wird die Einführung eines Leit- und Orientierungssystems vorbereitet. Dieses soll Einsatzkräften im Notfall eine schnelle Orientierung in Gebäuden ermöglichen und die Hilfeleistung unterstützen. Die Umsetzung erfolgt zunächst an einem Pilotstandort. Die Ergebnisse sollen anschließend auf weitere Schul- und Verwaltungsstandorte übertragen werden.
- Kommunikation im Krisenfall
Die bestehenden Informations- und Kommunikationswege für Krisensituationen werden derzeit überprüft und weiterentwickelt. Ziel ist eine Optimierung verwaltungsinterner Abläufe sowie der Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und weiteren beteiligten Stellen. Die Maßnahmen werden im Projekt "Notfallsysteme im Geschäftsbereich 4" gebündelt und koordiniert. Damit werden bestehende Sicherheitsstrukturen weiterentwickelt und neue Maßnahmen systematisch umgesetzt.
Wie geht es weiter?
Die Verwaltung wird die politischen Gremien im vierten Quartal 2026 erneut über den Stand der Umsetzung informieren. Bei Bedarf erfolgen ergänzende Berichterstattungen oder gesonderte Entscheidungsvorlagen.
"Die Sicherheit an Schulen und in unseren Einrichtungen hat für uns höchste Priorität. Mit den laufenden Maßnahmen stärken wir Prävention, schnelle Reaktionsfähigkeit und klare Strukturen im Krisenfall", sagt Muchtar Al Ghusain, Geschäftsbereichsvorstand für Jugend, Bildung und Kultur.
Weitere Informationen finden Interessierte in der Vorlage 0996/2026/4 .