Aktueller Stand des Turnhallensanierungsprogramms

17.06.2026

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • 32 Hallen wurden bereits saniert, 20 weitere Hallen befinden sich in Planung oder Sanierung
  • Seit 2019 wurden 234,7 Millionen Euro investiert
  • Vermutlich hoher Kostenanstieg beim Turnhallensanierungspaket 5

Im Jahr 2019 wurde von der Stadt Essen das Turnhallensanierungsprogramm auf den Weg gebracht. In seiner heutigen (17.06.) Sitzung wurde dem Ausschuss für Schule und Bildung ein aktueller Sachstand zu dem Sanierungsprogramm vorgestellt.

Was wurde bisher investiert und wie viele Maßnahmen sind abgeschlossen?

Seit 2019 hat die Verwaltung bis heute rund 234,7 Millionen Euro in die Sanierung von Hallen auf dem Essener Stadtgebiet investiert und eingeplant. Insgesamt wurden 32 Sanierungen abgeschlossen, weitere 20 Maßnahmen laufen oder befinden sich aktuell in der Planungsphase.

Welche Hallen wurden beispielsweise saniert?

Zu den 32 bereits fertig sanierten Sporthallen im Essener Stadtgebiet zählen unter anderem

  • die Turnhalle der Tuttmannschule, Abzweig Grabenstraße in Stoppenberg,
  • die Turnhalle der Abendrealschule Eiberg,
  • die Sporthalle der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Schonnebeck,
  • die Turnhalle der Jakob-Muth-Schule in Kettwig
  • und die Turnhalle der Schule an der Heinrich-Strunk-Straße in Altendorf.

Welche Hallen befinden sich beispielsweise in der Sanierung und wie ist der Stand?

  • Eine laufende Generalsanierung findet zurzeit in der Turnhalle der Montessori-Schule am Lönsberg in Huttrop statt. Hier wurden bereits die Unterkonstruktion des Sportbodens erneuert und die Fliesenarbeit in den Sanitäranlagen wie auch die Sanierung der Hallenunterdecke beendet. Die Übergabe ist für das Schuljahr 2026/2027 geplant.
  • Im Laufe der Sanierung der Turnhalle der Hinsbeckschule in Kupferdreh ist ein Wasserschaden entstanden. Die Abstimmungen zur Schadensbeseitigung sind rechtlich zu bewerten. Derzeit sind Gutachter*innen beauftragt, um das Schadensbild genauer zu definieren. Mit einer Inbetriebnahme ist nicht vor Mitte beziehungsweise Ende 2028 zu.
  • Bei der Tunhalle des ehemaligen Burggymnasiums in der Innenstadt müssen zurzeit noch bauliche Mängel beseitigt werden, bevor die Inbetriebnahme abgestimmt werden können.
  • Stand heute soll die Sanierung der Turnhalle am Marie-Wächtler-Gymnasium in Rüttenscheid zum Ende der Herbstferien abgeschlossen sein.
  • Die Inbetriebnahme der Turnhalle der Helene-Lange-Realschule in Steele war laut Vorlage für Ende Juni 2026 geplant. Die Halle wurde jedoch bereits am Dienstag, 15. Juni, zur Nutzung freigegeben. Die Schlüssel wurden seitens der GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH (GVE) an den für die Halle zuständigen Hausmeister übergeben.

Wie wurde das Sanierungsprogramm bisher finanziert?

Die Finanzierung der bis heute investierten und eingeplanten Summe wurde sowohl auf Fördergelder als auch auf den städtischen Haushalt verteilt und setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • Fördergelder (Gute Schule 2020; Kommunalinvestitionsförderungsgesetz, Kapitel 1 und Kapitel 2): rund 64 Millionen Euro
  • Fördergelder der NRW Sportschule: rund 4,8 Millionen
  • Städtischer Haushalt: rund 165,9 Millionen Euro

Den vollständigen Sanierungsstand des Turnhallensanierungsprogrammes finden Interessierte im RatsInformationsSystem der Stadt Essen .

Welche weiteren Kosten sind zu beachten?

Die Kosten der sich in der finalen Abrechnungsphase befindlichen Turnhallensanierungen der Gustav-Heinemann-Gesamtschule haben sich um 400. 000 Euro brutto auf insgesamt 11,5 Millionen Euro brutto (vorher rund 11 Millionen brutto) erhöht. Grund dafür waren unter anderem eine verlängerte Bauüberwachung sowie zusätzliche Kosten für einzelne Baumaßnahmen.

Über die Erhöhung entscheidet der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss am 1. Juli.

Weitere Informationen finden Interessierte in der Vorlage 0684/2026/7 .

Was ist das Turnhallensanierungspaket 5?

Das Turnhallensanierungspaket 5 umfasst die Sanierung von weiteren fünf Turnhallen. Bei Erstellung des Pakets im Jahr 2023 wurden die Sanierungen der Turnhallen des Abzweigs des Gymnasiums Borbeck, des Abzweigs des Maria-Wächtler-Gymnasiums in Rüttenscheid sowie der Berliner Schule in Frohnhausen noch als Generalsanierungen veranschlagt. Eine Grundlagenermittlung der GVE hat jedoch ergeben, dass neben dem ohnehin beauftragten Neubau der Turnhalle der Tiegelschule, auch für die drei genannten Schulen die Neuausrichtung Abbruch und Neubau empfehlenswert ist.

Durch die Änderung würden die Kosten der Maßnahmen des Pakets voraussichtlich von rund 33,4 Millionen Euro auf rund 61 Millionen Euro steigen, so die vorläufige Annahme.

Der Ausschuss für Schule und Bildung hat die Fortführung der Maßnahmen des Pakets empfohlen. In seiner Sitzung am 8. Juli 2026 soll der Rat der Stadt Essen darüber entscheiden.

Interessierte finden weitere Informationen zum Turnhallensanierungspaket 5 in der Vorlage 0644/2026/7 .

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