Schattenspaziergang durch die Innenstadt: Wie können sich Ältere an Hitzetagen schützen?

18.06.2026

Vom 15. bis 21. Juni findet die Woche der älteren Generation in Essen statt. Im Rahmen der Aktionswoche gab es am Dienstag, 16. Juni, einen Schattenspaziergang durch die Essener Innenstadt. Hauptthema des Spaziergangs war der Umgang mit Hitze im Alter. Organisiert wurde die Aktion vom Gesundheitsamt und Umweltamt der Stadt Essen in Kooperation mit "Caritas macht Klima" und dem Zentrum 60plus Bezirk I in der Rottstraße.

Hitze im Alter

Menschen über 65 Jahren zählen zu den Risikogruppen bei Hitze. Gründe dafür sind eine verminderte Temperaturregulation des Körpers, die dazu führt, dass die Fähigkeit zu schwitzen verringert ist. Viele Menschen weisen im Alter zudem ein geringeres Durstempfinden auf. Auch verändert sich das Herz-Kreislauf-System im Alter und die Einnahme von beispielsweise blutdrucksenkenden Medikamenten kann zu vermehrter Flüssigkeitsausscheidung führen. Daher sollten ältere Menschen während Hitzeperioden besonders auf ihre Gesundheit achten.

Auf schattigen Wegen durch die Stadt

Wie das gelingen kann, erfuhr eine Gruppe von knapp 15 Personen beim Schattenspaziergang. Die Teilnehmenden spazierten durch die Essener Innenstadt und machten dabei an schattigen und kühlen Orten halt, um über das Thema Hitze im Alter zu sprechen. Ebenfalls dabei waren Vertreter*innen des Zentrums 60plus Bezirk I, "Caritas macht Klima", des Gesundheitsamtes und des Umweltamtes.

Der Spaziergang startete am Wasserspiel an der Kettwiger Straße. Dort gab es ein Hitze-Quiz, bei dem die Teilnehmenden ihr Wissen auf die Probe stellen konnten. Fragen waren zum Beispiel "Was ist eigentlich eine Tropennacht und welches ist die höchste, je gemessene Temperatur in der Stadt Essen?". Von dort ging es weiter Richtung Waldthausenpark. Das Gesundheitsamt informierte über Risikogruppen bei Hitze und gab hilfreiche Verhaltenshinweise. Vorgestellt wurden beispielsweise Hitzewarnsticker und Trinkprotokolle.

Am Salzmarkt klärte Amtsapothekerin Julia Bohm über die allgemeinen Gesundheitsrisiken von Hitze und UV-Strahlung auf. Sie informierte darüber, was bei der Medikamenteneinnahme bei Hitze zu beachten ist. Sie riet, beim nächsten Besuch in der Apotheke oder Arztpraxis nach möglichen Wechselwirkungen der eigenen Medikamente mit Hitze zu fragen. "In manchen Fällen kann eine Dosierungsanpassung sinnvoll sein", ergänzte sie.

Vom Salzmarkt aus lief die Gruppe weiter zum Trinkwasserbrunnen am Kennedyplatz. Dort informierte das Umweltamt der Stadt Essen über die Kühlorte-Karte der Stadt Essen und Trinkwasserangebote im Stadtgebiet. An der Marktkirche stellten Dr. Sandhya Küsters vom Zentrum 60plus aus der Rottstraße und Daniela Dederichs von "Caritas macht Klima" die vielfältigen Unterstützungsangebote der Caritas vor. Sie packten gemeinsam mit den Teilnehmenden einen Hitzerucksack, um dafür zu sensibilisieren, wie man sich an heißen Tagen bestmöglich schützen kann. Bei einem kühlen Getränk erfuhren die Teilnehmenden dort zum Abschluss, welche Maßnahmen die Stadt Essen zum kommunalen Hitzeschutz ergreift.

Bestehende Unterstützungsangebote

Die Stadt Essen bietet mit der Karte "Kühlorte in Essen" unter www.essen.de/kühlorte eine Übersicht über rund 500 kühle und schattige Orte im Stadtgebiet, an denen Bürger*innen sich an heißen Tagen abkühlen können. "Dort sind ebenfalls die Standorte der neun öffentlichen Trinkwasserbrunnen eingetragen, an denen unterwegs kostenlos sauberes Trinkwasser gezapft werden kann", betonte Sonja Eisenmann, Fachbereichsleiterin des Umweltamtes der Stadt Essen.

Weitere Informationen zum Thema Hitze bietet das HitzePortal der Stadt Essen unter www.essen.de/hitzeportal. Neben akuten Hitzewarnungen bietet es auch weitere Verhaltenstipps.

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m Rahmen der Woche der älteren Generation gab es einen Schattenspaziergang durch die Essener Innenstadt zum Thema Umgang mit Hitze im Alter.
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