Kulturausschuss empfiehlt Förderung des Festivals "Pfingst Open Air Essen" bis 2029

24.06.2026

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Der Kulturausschuss empfiehlt, das Pfingst Open Air Essen (POA) in den Jahren 2027 bis 2029 mit jährlich 350.000 Euro zu fördern, um die Durchführung des Festivals langfristig zu sichern.
  • Das Festival ist seit 1980 ein fester Bestandteil des Essener Veranstaltungskalenders, bietet eintrittsfreie Kultur und fördert insbesondere junge Musiker*innen sowie kulturelle Teilhabe.
  • Aufgrund gestiegener Kosten, höherer Sicherheitsanforderungen und schwankender Einnahmen ist das Festival auf die städtische Projektförderung angewiesen.

Der Kulturausschuss hat in seiner heutigen Sitzung (24.06.) empfohlen, dass die Stadt Essen das Pfingst Open Air Essen (POA) in den Jahren 2027 bis 2029 weiterhin finanziell unterstützt. Vorgesehen ist eine jährliche Projektförderung in Höhe von 350.000 Euro. Insgesamt würde sich die Förderung damit auf 1,05 Millionen Euro für den Dreijahreszeitraum belaufen.

Welche Bedeutung hat das Pfingst Open Air für Essen?

Das Pfingst Open Air findet seit 1980 im Löwental in Essen-Werden statt und hat sich zu einem festen Bestandteil des Essener Veranstaltungskalenders entwickelt. Bei der 41. Ausgabe im Jahr 2026 besuchten 18.383 Menschen das Festival. Das Veranstaltungskonzept setzt auf eintrittsfreie ("umsonst und draußen") kulturelle Teilhabe und richtet sich insbesondere an ein junges Publikum. Ziel ist zudem die Förderung junger Musiker*innen aus Essen.

Musikalisch bietet das Festival ein breites Spektrum von Indie, Pop, Hip-Hop bis hin zu elektronischer Musik. Neben der Main-Stage und der Elektronischen Wiese wurde 2026 eine zusätzliche Newcomer*innen-Bühne eingeführt. Das Festival versteht sich als Ort des kulturellen Austauschs und gemeinschaftlicher Erlebnisse.

Wer organisiert das Festival und vor welchen Herausforderungen steht es?

Seit 2025 liegt die Organisation bei dem Veranstaltungslabel Indie Radar Ruhr, nachdem sich der vorherige Veranstalter zurückgezogen hatte. Die Stadt Essen unterstützt das Festival weiterhin, während Planung, Durchführung, Vermarktung und finanzielles Risiko vollständig beim Veranstalter liegen. Seit 2026 ist das Kulturamt stadtintern zuständig.

Die Durchführung des Festivals ist mit erheblichen Kosten verbunden, unter anderem durch gestiegene Sicherheitsanforderungen nach der Loveparade 2010 sowie allgemeine Preissteigerungen. Zudem wirken sich Wetterbedingungen und Besucherzahlen direkt auf die Einnahmen aus. Im wetterbedingt schwierigen Jahr 2025 führte dies trotz Einnahmen aus Förderung, Sponsoring und Getränkeverkauf zu einem Defizit von rund 84.500 Euro.

Die Stadtförderung ist Teil der bestehenden Haushaltsplanung und soll die langfristige Durchführung des Festivals sichern. Ohne diese Unterstützung wäre eine Fortsetzung des Pfingst Open Air in seiner bisherigen Form nicht möglich.

Die weitere Empfehlung erfolgt im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss am 1. Juli, die Entscheidung im Rat der Stadt Essen am 8. Juli.

Interessierte finden weitere Informationen in der Vorlage 0645/2026/4 .

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Das Pfingst Open Air findet seit 1980 im Löwental in Essen-Werden statt. 2026 ging es in die 41. Auflage.
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