Der Ausschuss für Stadtentwicklung, -planung und Bauen hat in seiner heutigen Sitzung (02.07.) den städtebaulichen Rahmenplan für den geplanten Gewerbepark am Flughafen Essen/Mülheim beschlossen. Mit dem Beschluss wird der Rahmenplan als Grundlage für die weitere Bauleitplanung bestätigt.
Gleichzeitig wird die Stadtverwaltung beauftragt, die Planungen gemeinsam mit der Stadt Mülheim an der Ruhr, der Flughafen Essen/Mülheim GmbH sowie den zuständigen Fachbehörden weiter zu konkretisieren. Zudem unterstützt die Stadt Essen die Vorbereitung einer Öffentlichkeitsveranstaltung im Rahmen des anstehenden Bebauungsplanverfahrens.
Der Rahmenplan ist das Ergebnis eines mehrjährigen interkommunalen Planungsprozesses und konkretisiert die politischen Beschlüsse beider Städte aus dem Jahr 2024, auf einer rund zehn Hektar großen Fläche im nordwestlichen Bereich des Flughafens einen modernen Gewerbepark zu entwickeln. Dabei soll der Flugbetrieb dauerhaft erhalten bleiben, die Organisation außerdem sparsam und konfliktarm verlaufen.
Was sieht der neue Rahmenplan für den Gewerbepark vor?
Ziel der Planung ist die Entwicklung eines hochwertigen Gewerbestandortes, der wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten mit einer hohen städtebaulichen und freiräumlichen Qualität verbindet. Vorgesehen sind flexibel nutzbare Gewerbeflächen für unterschiedliche Unternehmensgrößen und Branchen, ergänzt durch attraktive Grün- und Aufenthaltsbereiche. Das im Umfeld des Plangebietes errichtete Mahnmal für Zwangsarbeiter*innen soll angemessen eingebunden werden.
Ein klar gegliedertes Erschließungssystem sowie Quartiersgaragen beziehungsweise Mobility-Hubs sollen den Verkehr bündeln und den Flächenverbrauch für Stellplätze reduzieren.
Wie werden Verkehr, Flughafen und Nachbarschaft miteinander vereinbart?
Besonderes Augenmerk liegt auf einer verträglichen Verkehrsführung. Die Haupterschließung erfolgt über den Kotenpunkt Brunshofstraße/Zeppelinstraße/Lilienthalstraße. Innerhalb des Gebietes sind zwei Zufahrten über die Brunshofstraße vorgesehen. Gewerbeverkehre sollen dabei nicht durch die angrenzenden Wohnbereiche der Flughafensiedlung geführt werden. Gleichzeitig wird der bestehende Wirtschaftsweg als künftige Grünwegeverbindung für den Fuß- und Radverkehr weiterentwickelt.
Der Bereich des heutigen Flughafenvorplatzes soll als repräsentativer Eingangsbereich für den Gewerbepark und den Flughafen gestaltet werden. Der Rahmenplan sieht dort unter anderem die Möglichkeit einer Hotelnutzung vor, die den Standort sinnvoll ergänzen könnte. Eine verbindliche Festlegung auf diese Nutzung ist damit jedoch nicht verbunden.
Welche Rolle spielen Klima- und Freiraumschutz?
Auch Umwelt- und Klimaschutzaspekte sind wesentliche Bestandteile der Planung. Geplant sind unter anderem umfangreiche Grünflächen, Dach- und Fassadenbegrünungen, Baumneupflanzungen, Flächen zur Regenwasserrückhaltung sowie Photovoltaikanlagen. Weitere Fachgutachten zu Themen wie Lärm-, Arten- und Klimaschutz werden im anschließenden Bebauungsplanverfahren erstellt und in die Planung einbezogen.
Wie geht es weiter?
Der Rahmenplan selbst entfaltet noch keine rechtliche Wirkung, sondern dient als städtebauliches Leitbild für das nun folgende Bebauungsplanverfahren. Über konkrete Bauvorhaben, Grundstücksvergaben oder Investitionen wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Nach den Sommerferien ist eine öffentliche Informationsveranstaltung am Flughafen Essen/Mülheim vorgesehen, bei der die Planungen vorgestellt und erläutert werden.
Interessierte finden weitere Informationen in der Vorlage 1000/2026/7 .
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