Förderprogramm gegen illegale Graffiti zeigt erste Erfolge in Rüttenscheid
07.10.2026
Seit Juli 2026 unterstützt die Stadt Essen Eigentümer*innen bei der Beseitigung illegaler Graffiti auf privaten Flächen. Das neue Förderprogramm gegen illegale Graffiti soll das Stadtbild verbessern und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum stärken. Gleichzeitig entlastet die Stadt damit Privatpersonen und kleinere Gewerbebetriebe finanziell. Anträge können noch bis zum 31. Oktober 2026 gestellt werden.
Was wird gefördert?
Die Stadt Essen gewährt einen Zuschuss zu den Kosten der Graffitibeseitigung. Bezuschusst wird die professionelle Entfernung von Graffiti oder eine Neugestaltung der beschädigten Flächen. Es gelten folgende Fördervoraussetzungen: bis zu 75 Prozent der Gesamtkosten und maximal 3.000 Euro pro Standort. Antragsberechtigt sind ausschließlich Eigentümer*innen privater Immobilien oder baulicher Anlagen. Gefördert werden insbesondere Objekte, die das öffentliche Erscheinungsbild in besonderem Maße prägen, etwa durch ihre zentrale Lage, eine hohe Nutzungs- und Besucherfrequenz oder ihre Bedeutung für den Fuß- und Radverkehr.
Erste Bilanz des Förderprogramms
Seit dem Start des Programms sind bislang 14 Anträge bei der Stabsstelle für Sauberkeit der Stadt Essen eingegangen. Sechs Anträge wurden bewilligt, vier Anträge wurden abgelehnt. Vier weitere Anträge befinden sich noch im Verfahren. Die vier Ablehnungen erfolgten, weil die jeweiligen Objekte die Fördervoraussetzungen aufgrund ihrer Lage nicht erfüllten. Bei den noch offenen Anträgen fehlen teilweise erforderliche Unterlagen. In einigen Fällen prüfen die Eigentümer*innen noch, ob sie die Förderung in Anspruch nehmen möchten.
Interesse an künstlerischer Neugestaltung
Im Rahmen des Förderprogramms haben weitere Antragsteller*innen Interesse daran gezeigt, ihre gereinigten Flächen künstlerisch gestalten zu lassen. Damit wollen sie die Flächen attraktiver machen und zugleich vor neuen illegalen Graffiti schützen.
Ein Beispiel findet sich an der viel befahrenen Alfredstraße in Rüttenscheid. Dort waren die Garagentore und ein Teil der Fassade eines Wohnhauses durch illegale Graffiti und Schmierereien stark verunstaltet. Mit Unterstützung des Förderprogramms konnten die Graffiti entfernt werden. Anschließend gestaltete der Essener Künstler Matthias Scheidig die Garagentore neu. So entstand aus der zuvor verschmutzten Fläche ein neues künstlerisches Gestaltungselement im Stadtteil. Das Motiv zeigt die Skyline von Essen. Auch Antragstellenden aus den Stadtteilen Altendorf, Stoppenberg, Burgaltendorf, Frohnhausen und Borbeck konnte bereits eine Förderung in Aussicht gestellt werden.
Wo gibt es weitere Informationen?
Informationen zu den Fördervoraussetzungen und zur Antragstellung finden Interessierte auf www.essen.de/förderung-graffiti . Für Rückfragen können sich Interessierte zudem direkt an die Mitarbeitenden der Stabsstelle für Sauberkeit wenden. Die entsprechenden Kontaktdaten sind ebenfalls auf der Internetseite der Stadt Essen zu finden. Weitere Informationen zur Graffiti-Taskforce gibt es auf www.essen.de/graffiti-taskforce.
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