Oberbürgermeister Kufen auf Delegationsreise in Japan für den Wirtschaftsstandort Essen

22.10.2026

Oberbürgermeister Thomas Kufen ist mit einer Delegation aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nach Japan gereist. Im Mittelpunkt der dreitägigen Reise von Montag, 19. Oktober, bis zum gestrigen Mittwoch, 21. Oktober, standen die Pflege bestehender Partnerschaften, neue Kontakte für die Essener Wirtschaft sowie der Austausch zu Energiewende, Forschung und Innovation. Stationen waren Tokio und die japanische Stadt Koriyama, mit der Essen seit 2017 insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, Forschung und Medizin zusammenarbeitet.

Austausch zu Energie und Innovation in Tokio

Zum Auftakt der Reise standen Gespräche in der Deutschen Botschaft und bei der Metropolregierung von Tokio auf dem Programm. Dabei ging es unter anderem um die Förderung junger Unternehmen, neue Technologien und die Entwicklung innovativer Geschäftsideen zu erfolgreichen Geschäftsmodellen. "Internationale Zusammenarbeit eröffnet ganz konkrete Chancen für Essen. Neue Geschäftskontakte stärken unsere Unternehmen, Innovationen schaffen Perspektiven und erfolgreiche Kooperationen sichern Arbeitsplätze und Wohlstand in unserer Stadt", so der Oberbürgermeister.

Ein Schwerpunkt war der deutsch-japanische Energiedialog "Powering the Future". Gemeinsam mit Vertreterinnen*Vertretern aus der Essener Wirtschaft und Wissenschaft stellte die Delegation die Kompetenzen des Wirtschaftsstandorts Essen im Bereich Energie vor. Mit Unternehmen und Institutionen wie Westenergie, den Stadtwerken Essen, Greenflash, der Ruhrbahn, dem Gas- und Wärme-Institut, der Messe Essen, der E-world energy & water und der BRYCK Startup Alliance waren wichtige Akteurinnen*Akteure aus der Stadt vertreten.

Auch die Förderung von Start-ups war Thema der Reise. Beim Besuch des CIC Tokyo, eines großen Gründerzentrums, tauschte sich die Delegation darüber aus, wie junge Unternehmen bei ihrer Entwicklung unterstützt und international vernetzt werden können. Mit der BRYCK Startup Alliance verfügt auch das Ruhrgebiet über einen wichtigen Partner zur Förderung innovativer Gründungen.

Essener Unternehmen auf dem japanischen Markt

Die internationale Ausrichtung der Essener Wirtschaft zeigte sich auch beim Besuch des Energiekonzerns RWE und beim Austausch mit JERA, Japans größtem Stromerzeuger. RWE hat gemeinsam mit den japanischen Unternehmen Mitsui und Osaka Gas den Zuschlag für den Bau und Betrieb eines Offshore-Windparks vor der japanischen Westküste erhalten. Das Projekt ist mit einer geplanten Leistung von 684 Megawatt ein Beispiel für die Zusammenarbeit deutscher und japanischer Unternehmen bei der Energiewende. Bei den Gesprächen mit JERA standen Fragen einer zuverlässigen und klimafreundlichen Energieversorgung sowie mögliche gemeinsame Ansätze von Deutschland und Japan im Mittelpunkt.

Beim Empfang der Messe Essen mit japanischen Vertreterinnen*Vertretern der Wirtschaft nutzte die Delegation zudem die Gelegenheit, für Essen als internationalen Messestandort zu werben. Mit der E-world energy & water und der SCHWEISSEN & SCHNEIDEN finden in Essen zwei international bedeutende Fachmessen statt. Ziel ist es, weitere japanische Unternehmen und Fachbesucher*innen für den Standort zu gewinnen.

Städtekooperation mit Koriyama soll weiterentwickelt werden

Die Reise führte die Delegation nach Koriyama in der japanischen Präfektur Fukushima. Essen und Koriyama verbindet seit 2017 eine Kooperation, die insbesondere die Themen erneuerbare Energien, Forschung und Medizin umfasst. Im Jahr 2027 steht das zehnjährige Bestehen der Kooperationsvereinbarung an.

Nach einem Empfang im Rathaus traf Oberbürgermeister Thomas Kufen den neuen Bürgermeister von Koriyama, Takeo Shiine. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten. Ein besonderes Anliegen ist dabei der Austausch junger Menschen.

Eine langjährige Verbindung besteht zwischen dem Gymnasium an der Wolfskuhle in Essen-Steele und der Asaka High School in Koriyama. Erst im Januar 2026 waren Essener Schüler*innen im Rahmen der Schulpartnerschaft in Japan zu Gast. Der Austausch ermöglicht persönliche Begegnungen und stärkt die Beziehungen zwischen den Städten über die institutionelle Zusammenarbeit hinaus.

Forschung zu Wasserstoff und erneuerbaren Energien

Zum Abschluss des offiziellen Programms besuchte die Delegation das Fukushima Renewable Energy Institute. Dort wird unter anderem zur Wasserstofferzeugung und zu neuartigen Solarzellen geforscht. Diese könnten künftig zusätzliche Flächen an Gebäuden für die Nutzung von Solarenergie erschließen. Die Forschungsarbeiten bieten Anknüpfungspunkte für den Austausch mit Essener Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Der Besuch unterstrich damit auch die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Anwendung neuer Energietechnologien.

"Ich danke unseren Gastgeberinnen und Gastgebern in Japan für die große Gastfreundschaft und die offenen Gespräche. Ebenso gilt mein Dank unserer Essener Delegation und der Essener Wirtschaftsförderung für die hervorragende Zusammenarbeit. Wir nehmen viele Eindrücke und wertvolle Kontakte mit. Jetzt kommt es darauf an, diese Verbindungen weiter zu pflegen und für Essen zu nutzen", so Oberbürgermeister Thomas Kufen.

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Empfang der Essener Delegation um Oberbürgermeister Thomas Kufen in der Deutschen Botschaft in Tokio.