Erweiterungsneubau der Realschule im Bezirk Zollverein eröffnet
30.10.2026
Die Realschule im Bezirk Zollverein verfügt über zusätzliche Unterrichtsräume: Oberbürgermeister Thomas Kufen hat den Erweiterungsneubau der Schule am heutigen Donnerstag (29.10.) eröffnet. In dem zweigeschossigen Gebäude sind drei naturwissenschaftliche Unterrichtsräume, ein Sammlungsraum, ein Werkraum mit Sammlung und Maschinenraum sowie ein Mehrzweckraum entstanden. Die eigentliche Bauzeit betrug nur neun Monate.
"Schulen sind nicht nur Gebäude aus Beton, Holz oder Stahl, nicht nur seelenlose Hüllen. Im Gegenteil: An diesen Orten kommen Menschen zusammen, die sich Herausforderungen stellen, Ziele verfolgen und gemeinsame Werte leben. Kinder und Jugendliche verbringen prägende Jahre ihres Lebens in den Schulen. Diese sind Orte des Lernens, der Begegnung und des Austauschs. Hier werden Kenntnisse erworben und Erkenntnisse gesammelt. Schule bereitet im wahrsten Sinne des Wortes auf das Leben vor. Mit unserem Investitionsprogramm ‚Essen macht Schule‘ schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte ein modernes und geeignetes Lernumfeld vorfinden", so der Oberbürgermeister. "Mit dem Erweiterungsbau an der Realschule im Bezirk Zollverein schaffen wir zusätzliche Räume für zeitgemäßen Unterricht und erhöhen die Kapazität der Schule von zwei auf drei Züge. Insgesamt investieren wir im Rahmen von ‚Essen macht Schule‘ mehr als drei Milliarden Euro in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. Damit stärken wir die Bildungsinfrastruktur in unserer Stadt und schaffen Räume, in denen junge Menschen lernen, sich entwickeln und ihre Zukunft gestalten können."
Moderne Lernräume in kurzer Bauzeit
Der Erweiterungsbau wurde vom Referat Schulbau der Immobilien Management Essen GmbH (IME) von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe an die Stadt Essen realisiert. Von Beginn der Planung bis zur Übergabe vergingen rund 15 Monate. Die Baugenehmigung lag bereits drei Monate nach Antragstellung vor. Die eigentliche Bauzeit betrug neun Monate. Errichtet wurde das Gebäude in Modulbauweise. Insgesamt 32 vorgefertigte Module wurden innerhalb von nur acht Tagen vor Ort montiert. Im fertigen Gebäude ist die Bauweise nicht mehr erkennbar. Helle Räume mit bodentiefen Fenstern, flexiblen Raumtrennwänden und einem hochwertigen Innenausbau bieten neue Möglichkeiten für den Unterricht und die schulische Arbeit.
"Wir sind stolz darauf, mit dem Referat Schulbau Teil der großen Schulbauoffensive der Stadt Essen zu sein. Gerade hier im Essener Norden sind Investitionen in die Schulinfrastruktur von so großer Bedeutung für die Stadtquartiere und ihre Menschen. Es war eine anspruchsvolle Aufgabe, im Bestand einen Erweiterungsbau zu integrieren und umzusetzen. Die außergewöhnlich kurze Realisierungszeit von nur 15 Monaten vom Beginn der Planung bis zur Übergabe an die Stadt war aber nur durch die bemerkenswert gute Zusammenarbeit aller beteiligter Akteure möglich. Mir persönlich gefällt die Klinkerfassade sehr gut. Sie passt hervorragend zur Umgebung mit dem benachbarten Weltkulturerbe Zollverein und stellt einen Bezug zum Hauptgebäude der Schule dar", so Martin Harter, IME-Geschäftsführer.
Nachhaltige Bauweise und begrünte Dachfläche
Die Klinkerfassade des Erweiterungsbaus fügt sich optisch in das bestehende Schulgebäude und die Umgebung des UNESCO-Welterbes Zollverein ein. Zugleich schirmt das Gebäude den Pausenhof zur Gelsenkirchener Straße hin ab. Bei der Planung und Umsetzung wurden verschiedene Maßnahmen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit berücksichtigt. Dazu gehören eine rund 400 Quadratmeter große Dachbegrünung, eine Fassadenbegrünung, eine Photovoltaikanlage sowie eine Wärmepumpe zur Beheizung des Gebäudes. Darüber hinaus kamen nachhaltig zertifizierte Baustoffe und Bauteile zum Einsatz.
"In unseren Händen halten wir den Schlüssel dazu, die passende Infrastruktur und das geeignete Umfeld zu schaffen, damit Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Schulsekretärinnen und -sekretäre, Alltagshelferinnen und -helfer, Hausmeisterinnen und Hausmeister, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter die Voraussetzungen vorfinden, um exzellente Leistungen abzuliefern. Die Grundlagen hierfür wurden an dieser Stelle geschaffen. Ich danke allen, die hieran tatkräftig mitgewirkt haben! Dieser Erfolg hier basiert auf dem leidenschaftlichen Engagement und der professionellen Kooperation aller Beteiligten", so Thomas Kufen.
Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus kann auch die bisher von der Schule genutzte Interim-Containeranlage auf dem Pausenhof aufgegeben und an einem anderen Schulstandort weiterverwendet werden. Die frei werdende Fläche soll anschließend für die Gestaltung der Außenanlagen genutzt werden. Vorgesehen sind unter anderem neue Spielgeräte und Bepflanzungen.
Investitionen in die Essener Schullandschaft
Der Erweiterungsneubau ist Teil des umfassenden Bau- und Sanierungsprogramms "Essen macht Schule". Mit dem Programm reagiert die Stadt auf den steigenden Bedarf an Schulräumen und Schulgebäuden. Neben Erweiterungen umfasst es Neubau- und Sanierungsmaßnahmen an Grundschulen, weiterführenden Schulen und Berufskollegs.
Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau der Realschule im Bezirk Zollverein belaufen sich auf rund 6,4 Millionen Euro. Mit den zusätzlichen Räumen erhält die Schule ein erweitertes Angebot für den naturwissenschaftlichen Unterricht und die Werktechnik. Gleichzeitig wird die räumliche Grundlage für die Erhöhung der Kapazität von zwei auf drei Züge geschaffen.
Weitere Informationen zum Schul(aus)bau in Essen finden Interessierte unter www.essen.de/machtschule.
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