Neue Spielplätze, moderne Bewegungsangebote und mehr Inklusion: Stadt Essen zieht Bilanz
Zahlreiche Spiel- und Bewegungsflächen erneuert und aufgewertet – weitere Investitionen in Höhe von 7,8 Millionen Euro für 2027 und 2028 geplant
03.11.2026
Das Wichtigste auf einen Blick:
- In den Jahren 2025 und 2026 wurden 33 Spiel- und Bewegungsflächen erneuert, saniert oder neu geschaffen – darunter 22 Erneuerungen von Spielgeräten, neun Generalsanierungen und zwei Neubauten.
- Neue inklusive Spielgeräte, Calisthenics-Anlagen, Skateflächen und Sportangebote berücksichtigen die Bedürfnisse unterschiedlicher Altersgruppen und schaffen mehr Möglichkeiten für gemeinsames Spielen und Bewegen.
- Für 2027 und 2028 sind weitere Investitionen von insgesamt 7,8 Millionen Euro für Sanierungen, Neubauten und neue Spielgeräte geplant. Zudem sollen Kinder und Jugendliche stärker an der Gestaltung beteiligt werden.
Ob neue Kletterlandschaften, inklusive Spielgeräte, moderne Sportangebote oder komplett neugestaltete Spielplätze: Die Stadt Essen hat im Rahmen ihrer Spielraumleitplanung in den Jahren 2025 und 2026 zahlreiche Spiel- und Bewegungsflächen im gesamten Stadtgebiet weiterentwickelt. Insgesamt umfasst die Bilanz 33 Maßnahmen. Die Bandbreite reicht von der Erneuerung einzelner Spielgeräte über umfassende Sanierungen bis hin zu neuen Spielplatzangeboten.
Die Spielraumleitplanung wurde im Dezember 2021 vom Rat der Stadt Essen beschlossen. Ziel ist es, die Qualität der Spiel- und Bewegungsflächen langfristig zu verbessern und ein bedarfsgerechtes Angebot für Kinder und Jugendliche in allen Stadtteilen sicherzustellen. Bei der Auswahl und Priorisierung der Maßnahmen berücksichtigt die Verwaltung unter anderem die Versorgungssituation, die Erreichbarkeit und den Zustand der vorhandenen Spielplätze.
Vielfältige Spielangebote in den Stadtteilen
Die Bilanz für 2025 und 2026 umfasst 22 Maßnahmen zur Erneuerung von Spielgeräten, neun Generalsanierungen und zwei Neubauprojekte. Dabei wurden Spielplätze für unterschiedliche Altersgruppen geschaffen beziehungsweise weiterentwickelt. Neue Kletter- und Balancierelemente, Schaukeln, Sandspielbereiche und Bewegungsparcours ergänzen die vorhandenen Angebote. Auch Ballspielflächen für Fußball und Basketball wurden an verschiedenen Standorten berücksichtigt.
Zu den umfangreicheren Projekten zählen die neugestalteten Spielplätze an der Planckstraße in Holsterhausen, an der Münstermannstraße in Gerschede sowie am Breilsort in Frohnhausen und der Wasserspielplatz im Gervinuspark. Diese bieten nun vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für unterschiedliche Altersgruppen und der Wasserspielplatz bietet Kindern außerdem während heißer Sommertage einen spaßigen Ort der Abkühlung. Weitere Beispiele für die thematische und altersgerechte Gestaltung sind der Spielplatz an der Schwermannstraße in Kupferdreh mit seinem Fossilien-Thema sowie die neugestalteten Spielbereiche, insbesondere für Kleinkinder, an der Schacht-Franz-Straße in Schönebeck.
Inklusion und gemeinsames Spielen im Mittelpunkt
Bei der Weiterentwicklung der Spielplätze spielt auch das Thema Inklusion eine wichtige Rolle. Ziel ist es, Spielmöglichkeiten zu schaffen, die möglichst vielen Kindern unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen offenstehen.
Ein Beispiel dafür ist der Kaiser-Wilhelm-Park in Altenessen-Süd. Dort wurde das Angebot um eine inklusive Schaukelanlage und ein Inklusionskarussell erweitert, das auch von Rollstuhlfahrenden genutzt werden kann. Barrierefreie Zugänge erleichtern die Erreichbarkeit. Auch bei weiteren Maßnahmen wurden unterschiedliche Bedürfnisse und Altersgruppen berücksichtigt.
Mehr Sport- und Bewegungsmöglichkeiten für ältere Kinder und Jugendliche
Neben klassischen Spielplatzangeboten entwickelt die Stadt zunehmend auch Bewegungsflächen für ältere Kinder und Jugendliche weiter. Calisthenics-Anlagen, Skateflächen, Basketballkörbe und Tischtennisplatten ergänzen die Spielangebote und schaffen zusätzliche Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten und Begegnungen. Beispiele hierfür sind die neue Calisthenics-Anlage an der Friedbergstraße in Holsterhausen, die erweiterten Sport- und Aufenthaltsangebote an der Kellinghausstraße in Kray, ein herausfordernder Ninja-Parkour auf dem Spielplatz Prosperstraße/Kraienbruch in Dellwig sowie die erneuerte Kunstrasenfläche mit Ballfangzaun in der Müller-Breslau-Straße. Damit berücksichtigt die Spielraumleitplanung verstärkt auch die Bedürfnisse von Jugendlichen, die andere Anforderungen an öffentliche Freiräume haben als jüngere Kinder.
Weitere Investitionen in den Jahren 2027 und 2028
Die Stadt Essen wird die Spielraumleitplanung in den kommenden Jahren fortsetzen. Für 2027 und 2028 sind jeweils 3,9 Millionen Euro vorgesehen. Damit stehen insgesamt weitere 7,8 Millionen Euro für die Weiterentwicklung der Essener Spiel- und Bewegungsflächen zur Verfügung.
Die geplanten Maßnahmen umfassen Generalsanierungen, Neubauten und den Ersatz vorhandener Spielgeräte. Für 2027 sind unter anderem 2,12 Millionen Euro für Generalsanierungen, 874.000 Euro für Neubauten und 737.000 Euro für den Spielgeräteersatz eingeplant. Im Jahr 2028 sollen 2,55 Millionen Euro in Generalsanierungen, 510.000 Euro in Neubauten und 640.000 Euro in den Ersatz von Spielgeräten fließen.
Parallel dazu wird die Spielraumleitplanung selbst weiterentwickelt. Dazu gehören eine digital gestützte Überarbeitung des Bewertungssystems und eine verbesserte Darstellung der Versorgungssituation. Darüber hinaus setzt die Stadt verstärkt auf die Beteiligung der Bürger*innen. Insbesondere Kinder und Jugendliche sollen bei der Gestaltung ihrer Spiel- und Bewegungsräume einbezogen werden. Erste Erfahrungen mit neuen Beteiligungsformaten wurden bereits gesammelt und sollen zunächst in die weitere Planung größerer Projekte einfließen. Im Rahmen dessen wird auch der Internetauftritt der städtischen Spielplatzseite fortlaufend ausgebaut – familienorientierte Spielplatzartikel mit Erläuterungen zu den öffentlichen Spielmöglichkeiten werden mit Video- und Drohnenaufnahmen des Spielangebots (und des Spielplatzes) ergänzt.
Mit der kontinuierlichen Umsetzung der Spielraumleitplanung verfolgt die Stadt Essen das Ziel, attraktive, vielfältige und möglichst inklusive Spiel- und Bewegungsräume in allen Stadtteilen zu schaffen, da Spielen eine lebensnotwendige Voraussetzung für die gesunde, seelische und körperliche Entwicklung unserer Kinder bleibt. Die Maßnahmen der vergangenen beiden Jahre und die geplanten Investitionen zeigen, dass dabei sowohl die Bedürfnisse jüngerer Kinder als auch die von Jugendlichen und Familien berücksichtigt werden.
Weitere Informationen finden Interessierte in der Vorlage 1490/2026/6 und auch unter www.essen.de/spielplätze.
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