Städtische Kitas starten gemeinsames Projekt zu Vielfalt und Kinderrechten

Sparda-Stiftung finanziert Projekt "Essener Kids – so essen, so spielen, so singen wir" – zum Auftakt erhalten die Leitungen der 51 städtischen Kindertagesstätten Kinderrechte-Tüten

05.11.2026

Mit dem Projekt "Essener Kids – so essen, so spielen, so singen wir" macht das Jugendamt der Stadt Essen die kulturelle Vielfalt der Stadt sichtbar und stellt Kinderrechte in den Mittelpunkt. Zum Auftakt wurden am Mittwoch, 28. Oktober, in der Funke-Stiftung Kinderrechte-Tüten an die Leitungen aller 51 städtischen Kindertagesstätten übergeben. Finanziert wird das Projekt von der Stiftung der Sparda-Bank West. Korinna Krumpholz von der Stiftung sowie Uwe Paulukat und Sandra Helmrich, von den pädagogischen Einrichtungen der Stadt Essen begleiteten den Auftakt. Auch Sänger Nilsen stellte sich bei dem Termin als musikalischer Partner vor.

Ein Buch, das Essen aus Kindersicht zeigt

Im Mittelpunkt steht ein gemeinsames Buch, das die Vielfalt der Essener Kitas widerspiegelt. Die Einrichtungen sammelten dafür jeweils ein Rezept, ein Spiel oder ein Lied aus ihrem Alltag. Auf individuell gestalteten Seiten konnten die Kinder ihre Ideen und Erfahrungen mit Zeichnungen, Collagen, Fotos und eigenen Texten einbringen. So entstand ein Gemeinschaftswerk, das unterschiedliche Traditionen und Lebenswelten zusammenführt und zeigt, was Kinder in Essen verbindet. Dabei geht es nicht nur ums Essen, Spielen und Singen, sondern auch um Beteiligung: Kinder sollen erleben, dass ihre Meinung zählt, ihre Ideen willkommen sind und sie ihre Stadt aktiv mitgestalten können. Die Auseinandersetzung mit Kinderrechten ist deshalb ein zentraler Bestandteil des Projekts.

"Jedes Kind hat eigene Geschichten, Talente und Ideen, die es wert sind, gehört zu werden. Wir freuen uns, dieses besondere Projekt zu unterstützen, weil es Kinderrechte erlebbar macht, kulturelle Vielfalt sichtbar werden lässt und Kinder dazu ermutigt, ihre Lebenswelt aktiv mitzugestalten. Mit dem gemeinsamen Buch entsteht etwas, das Kinder, Familien und Kitas miteinander verbindet", sagte Korinna Krumpholz von der Sparda-Stiftung.

Kinderrechte im Kita-Alltag erlebbar machen

"Kindertageseinrichtungen sind Orte, an denen Kinder täglich Gemeinschaft erleben, voneinander lernen und ihre eigenen Fähigkeiten entdecken. Das Buchprojekt bietet die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Ideen einzubringen", so Uwe Paulukat, Leiter der pädagogischen Einrichtung der Stadt Essen. Sandra Helmrich, stellvertretende Leitung ergänzte: "Kinder haben ein Recht darauf, gehört und an Entscheidungen beteiligt zu werden, die sie betreffen. Mit diesem Projekt geben wir ihnen Raum, ihre Sicht auf die Welt auszudrücken und ihre Wünsche und Ideen sichtbar zu machen. Gleichzeitig möchten wir Kinderrechte für Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte ganz selbstverständlich im Alltag erlebbar machen."

Über das Buch hinaus sind weitere gemeinsame Aktionen geplant. Zusammen mit dem Sänger Nilsen soll ein Lied zum Thema Kinderrechte entwickelt werden. Perspektivisch ist ein großes gemeinsames Event geplant, bei dem Essener Kinder die Lieder aus dem Buch und die neu entstandenen Kinderrechte-Songs präsentieren.

Gemeinschaft über die Kita hinaus

Das Projekt bringt Kinder, Familien, pädagogische Fachkräfte sowie städtische und kulturelle Einrichtungen zusammen. Es fördert den interkulturellen Austausch, stärkt die Identifikation mit der eigenen Stadt und schafft Gelegenheiten, Kinderrechte im Alltag erlebbar zu machen. In den kommenden 24 Monaten soll das Buch Schritt für Schritt wachsen. Es soll langfristig in Kitas und von Familien genutzt werden und die Vielfalt Essens sowie den Wert von Kinderrechten sichtbar machen. Damit wird aus vielen individuellen Beiträgen ein gemeinsames Werk – gestaltet von Essener Kindern für Essen.

Weitere Infos über die städtischen Kitas finden Interessierte unter www.essen.de/städtischekitas.

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(v.l.n.r.): Sandra Helmrich, stv. Leitung pädagogische Einrichtungen der Stadt Essen, Korinna Krumpholz, Stiftung der Sparda-Bank West, Uwe Paulukat, Leitung pädagogische Einrichtungen der Stadt Essen, Denise Finocchiaro, Leitung Kita Elisenstraße und Susanne Breyer, Leitung Kita Sachsenring 295.