Die Alfredstraße hat als Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 224 eine weiträumige Verkehrsfunktion. Auf der vorhandenen Brücke werden insgesamt sieben Fahrstreifen für den motorisierten Verkehr und zwei außenliegende Gehwege, von denen der westliche Gehweg für den Radverkehr freigegeben ist, überführt. Die Brücke weist planerische und konstruktive Mängel auf, die in Verbindung mit der zunehmenden Verkehrsbelastung bereits zu deutlichen Schäden geführt haben. Eine statische Nachrechnung hat ergeben, dass eine Ertüchtigung wirtschaftlich nicht möglich ist und das Bauwerk ersetzt werden muss.
Es ist geplant, das Bauwerk mittelfristig zu ersetzen, da eine Sanierung aus technischen Gründen nicht möglich ist. Aus diesem Grund sollen vier Rahmenbauwerke unter der Brücke errichtet werden. Dabei werden in den vier Feldern zwischen den Widerlagern und Pfeilerreihen Stahlbetonrahmen eingebaut, die mit Ihren Wänden, Decken und Bodenplatten jeweils wie ein Tunnel die Last aus der oben liegenden Straße aufnehmen. Dies soll abschnittsweise erfolgen, so dass nicht alle Unterquerungsmöglichkeiten gleichzeitig betroffen sein werden.