Untertunnelung der Gladbecker Straße

Die Stadt Essen lässt in einer Machbarkeitsstudie prüfen, ob eine Untertunnelung der Gladbecker Straße (B224) realisierbar ist, um Verkehr unter die Erde zu verlagern, Lärm- und Umweltbelastungen zu senken sowie neue städtebauliche und verkehrliche Entwicklungspotenziale für ÖPNV, Rad- und Fußverkehr sowie Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Hintergrundinformationen

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wird durch die Verwaltung derzeit die Umsetzung einer Untertunnelung der Gladbecker Straße erörtert, um die Lebensqualität an der Gladbecker Straße zu verbessern. Für die Untertunnelung kämen die Teilstücke ungefähr zwischen dem Berthold-Beitz-Boulevard im Süden und der Vogelheimer Straße oder dem Teilungsweg und der Daniel-Eckhardt-Straße im Norden in Betracht.

Bei der Gladbecker Straße handelt es sich um eine Bundesstraße (B224) im Norden der Stadt Essen. Sie stellt eine wichtige Nord-Süd-Verbindung für die beiden Abschnitte der A42 dar und nimmt zudem den Aus- und Einpendlerverkehr in Richtung Essen auf.

Zur Verbesserung der Lebenssituation an der Gladbecker Straße wurden im Zusammenhang mit dem Rahmenplan Gladbecker Straße zusätzliche Maßnahmen überprüft, die darauf abzielten weitere Verbesserung unter anderem im Bereich der Lärmbelastung für die Anwohnenden entlang der Hauptverkehrsstraße zu reduzieren sowie das Erscheinungsbild der Straße zu verbessern. Die Verwaltung ist allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass dies im Rahmen der bestehenden Straßenquerschnitte nicht möglich ist. Ausgehend von diesem Aspekt wurden Überlegungen angestellt, ob mittels eines Tunnelbauwerks ein Großteil des Verkehrs aus dem oberirdischen Verkehrsraum entnommen werden kann.

Planungen

Die von der Verwaltung zu beauftragende Machbarkeitsstudie soll nun dazu beitragen, die grundsätzliche Möglichkeit dieser erheblichen Baumaßnahme festzustellen. Hierfür sind einerseits straßenplanerische Aspekte und andererseits städtebauliche Entwicklungspotenziale einzubeziehen.

Straßenplanerische Aspekte:

  • Verlängerung der CITYBAHN über ESSEN 51. hinaus Richtung Norden über die Gladbecker Straße hinaus bis zum Altenessener Bahnhof durch Schaffung des erforderlichen Raumes für die Straßenbahngleise
  • Verbesserung der Anbindung für den Fuß- und Radverkehr sowie den öffentlichen Personennahverkehr über ein Verkehrsentwicklungskonzept im Rahmen der Entwicklung an der Hafenstraße
  • Entlastung der Vogelheimer Straße vom Durchgangsverkehr

Städtebauliche Entwicklungspotenziale

  • Schaffung von Aufenthatlsflächen zur Aufweitung des öffentlichen Raums
  • Punktuelle Rücksprünge in den Gebäudefronten mit vorgelagerten Grünflächen zur Straße
  • Belebung der Erdgeschossflächen durch Läden und gastronomische Nutzung auch im Außenbereich
  • Fassadenbegrünungen und weitere Aspekte

Durch die Untertunnelung der Gladbecker Straße könnte die Situation entlang der B224 immens verbessert werden. Ob diese Vision verwirklicht werden kann wird die beauftragte Machbarkeitsstudie klären.

© 2026 Stadt Essen