Szenenfoto "Umständliche Rettung" - zwei Frauen und ein Mann sitzen auf dem Boden Szenenfoto "Umständliche Rettung" (Foto: Birgit Hupfeld)

Von Engeln und Menschen

Martina Clavadetschers "Umständliche Rettung" nur noch zwei Mal in der Casa des Schauspiel Essen. Karten gibt es für 17 Euro.

22.06.2017

Mit ihrem Stück "Umständliche Rettung" hat die Schweizerin Martina Clavadetscher im vergangenen Jahr die Essener Autorentagen "Stück auf!" gewonnen. Neben dem Preisgeld von 5.000 Euro gehörte zur Auszeichnung auch die Uraufführung dieser Geschichte, die auf der Basis biblischer Motive von einer nahen Apokalypse, vom Verlangen nach Erlösung und Rettung erzählt. In der Casa des Schauspiel Essen hat Regisseur Thomas Ladwig Clavadetschers Adaption des Mythos' von Lots Errettung aus den untergehenden Städten Sodom und Gomorrha auf die Bühne gebracht. Die letzten beiden Aufführungen dieser "nachdenklichen Parabel über Schuld und Gerechtigkeit, Angst und Hoffnung, die tief berührt und lange nachwirkt" (WAZ) finden dort am Sonntag, 25. Juni, sowie Samstag, 8. Juli, jeweils ab 19 Uhr statt.

Die Mikrobiologin Yamila Hanna Bach reist zu Forschungszwecken nach Sodiryia, eine Stadt jenseits des Jordans, die freudig Konsumgüter verschlingt und im Abfall erstickt. Während Yamila sorgfältig ihrer Arbeit nachgeht, Bodenproben sammelt und nach Berlin schickt, geschehen immer wieder rätselhafte Dinge. Dazu zählen ihre Begegnungen mit El-Arad, der an einem Tag Fleischer, am nächsten Schnapsverkäufer und am übernächsten Pilot von Kleinflugzeugen ist und mit dem sie zu guter Letzt gemeinsam in einer Vorabendserie auftaucht. Was geht hier vor sich? Und schon findet sich Yamila in einem Verhör wieder. Dem Untersuchungsrichter hilft Baganja, El-Arads Nachbarin, auf die Sprünge: Yamila ist ganz offensichtlich ein Engel – und zwar nicht irgendeiner, sondern der von den alten Überlieferungen angekündigte! Und scheinbar will sie El-Arad vor dem drohenden Untergang der Stadt retten. Das ist nach Baganjas Ansicht aus gleich zwei Gründen unfair: Erstens ist El-Arad kein guter Mensch und zweitens lebt er in ihrer Wohnung, seit ihr Vermieter sie dort rausgeschmissen hat. Ganz klar: Der Engel muss sich in der Adresse geirrt haben. Die Rettung steht Baganja zu! Und dieses Verhör ist ihre einzige Chance. Yamila selbst weiß überhaupt nicht, was alle von ihr wollen: Sie ist kein Engel und retten will sie auch niemanden! Überhaupt scheint es sehr fragwürdig, wer hier ein Recht auf Rettung hat.

Es spielen Jaëla Carlina Probst, Jan Pröhl, Silvia Weiskopf und Jens Winterstein.

Karten zum Preis von 17 Euro gibt es im Kartenvorverkauf unter Telefon: 81 22200, oder online unter www.schauspiel-essen.de.

Herausgeber:

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