"50 Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg" - Donnerstagsgespräch mit Karl H. Klein-Rusteberg

Am Donnerstag, 29. Juni, um 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge. Der Eintritt ist frei.

22.06.2017

In der Reihe "Donnerstagsgespräch" in der Alten Synagoge referiert Karl H. Klein-Rusteberg über "50 Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg - Deutsche Wahrnehmungen Israels im Lichte der historischen Zäsur 1967".

Nicht allein für die Nahost-Region gilt der Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 als tiefer geschichtlicher Einschnitt. Mit den Ergebnissen des Krieges verändert sich die Wahrnehmung der Nahost-Region, der arabischen Staaten und Israels weltweit.

Mit dem Blick auf Israel sind die Gesellschaften und politischen Gemeinwesen des Westens auch auf ihre Selbstwahrnehmung zurückgeworfen. Im Verhältnis zu Israel als jüdischem Staat spiegelt sich immer auch das Verhältnis des modernen, Nach-Holocaust-Deutschland zu sich selbst. Mit den Umbrüchen der Nahost-Region durch den Sechs-Tage-Krieg verändert sich das Verhältnis Deutschlands zu Israel.

Mit dem Krieg und seinen Folgen gerät das geschichtliche Muster der Interpretation der Konflikte in Nahost mehr und mehr zu einer Deutung eines Konfliktes zwischen "Erster" und "Dritter" Welt. In der (weltweiten) öffentlichen Wahrnehmung wird Israel mehr und mehr vom "David" zum "Goliath" (des Westens).

Diesem Wandel in der Wahrnehmung geht der Referent in seinem Vortrag nach und fragt, inwiefern die Zeit nach dem historischen Kalten Krieg - also nach 1989/91 - abermals das Bild Israels und die Politik gegenüber Israel beeinflusst oder gar weitreichend verändert hat. Der Sechs-Tage-Krieg als Zäsur der Nachkriegsgeschichte ist auch hierfür ein Ausgangspunkt.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Essen e.V..

Über den Referenten:

Karl H. Klein-Rusteberg, geboren 1952, studierte Erziehungs- und Politikwissenschaften, war viele Jahre freier wissenschaftlicher Mitarbeiter der Alten Synagoge Essen und ist Geschäftsführer der "Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e. V." in Essen, Er arbeitet für die evangelische Studierendengemeinde "Die Brücke" und unterrichtet an der University of Applied Scienes in Düsseldorf.

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