Sahne schlagen, Haare trocknen und natürlich Spielen – dass all das auch ohne Strom geht, haben die Vorschulkinder der Kita Schonnebeckhöfe herausgefunden und fühlen sich nun gut vorbereitet für den „Tag ohne Strom“. Betreut werden sie dabei von ihren Erzieherinnen Anna Vogt (ganz links), Jasmin Stanke (ganz rechts), der Kita-Leitung Silvia Olbrich-Kammann (Mitte rechts) und Magdalena Burger von der Klimaagentur der Stadt Essen (Mitte links). Sahne schlagen, Haare trocknen und natürlich Spielen – dass all das auch ohne Strom geht, haben die Vorschulkinder der Kita Schonnebeckhöfe herausgefunden und fühlen sich nun gut vorbereitet für den „Tag ohne Strom“. Betreut werden sie dabei von ihren Erzieherinnen Anna Vogt (ganz links), Jasmin Stanke (ganz rechts), der Kita-Leitung Silvia Olbrich-Kammann (Mitte rechts) und Magdalena Burger von der Klimaagentur der Stadt Essen (Mitte links).

Drei Kindergartenkinder betrachten eine Schreibmaschine und tippen darauf herum. Was ist denn das? Braucht das wohl Strom? Liya, Lena und Ipek (v. l. n. r.) probieren am Tag ohne Strom in der Kita Schonnebeckhöfe eine Schreibmaschine aus. Foto: Magdalena Burger, Klimaagentur Essen

Der Tag ohne Strom in der Kita Schonnebeckhöfe

Essener Klimaagentur unterstützt Bildungseinrichtungen

17.07.2017

Als am Freitagmorgen (14.7.) in der Kindertagesstätte Schonnebeckhöfe das Licht ausging, war das alles andere als ein Grund zur Sorge. Denn die dort betreuten Kinder lernten bei der Aktion "Tag ohne Strom", die zusammen mit der Klimaagentur Essen durchgeführt wurde, wie wichtig ein bewusster Umgang mit Energie für die Zukunft ist.

Ohne Strom in der Kita

Was Magnetismus ist und wie ein Stromkreis funktioniert, davon haben die Vorschulkinder der Kita Schonnebeckhöfe bereits eine gute Vorstellung, denn die städtische Einrichtung nimmt an "Kids go MINT" teil, einer Initiative der Stadt Essen, die Kindern möglichst früh die Faszination von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) näherbringen will.

Schon vor zwei Wochen (6.7.) bereiteten sich die Kinder der "Kids go MINT"- Gruppe, zusammen mit ihren Erzieherinnen und der Essener Klimaagentur auf den "Tag ohne Strom" vor. Es wurde erarbeitet, für welche Aktivitäten und Geräte Strom gebraucht wird und was es für Alternativen dazu gibt.

Heute wurde die Theorie in die Praxis umgesetzt. Die Kinder erfuhren schon beim Ankommen, dass die Kita ohne Strom irgendwie anders ist. Das Licht und die Klingel funktionierten nicht und auch das Telefon blieb stumm. Die "Kids go MINT"-Gruppe half den jüngeren Kita-Kindern, die sich als Stromdetektive auf die Suche nach Stromfressern machten. Nach und nach wurden alle elektrischen Geräte, Lampen, Lichtschalter und Steckdosen entlarvt und gekennzeichnet.

Höhepunkt des heutigen Aktionstages war sicherlich das Mittagessen, das komplett ohne Strom hergerichtet wurde. Die Kinder packten fleißig mit an und bereiteten Limonade aus frischen Zitronen, Apfelsinen und Zitronenmelisse zu und richteten Kräuter- und Gemüseleckereien als Beilage für das gemeinsame Grillen an.

"Dies war für uns alle - Groß und Klein - ein spannender, lehrreicher 'Tag ohne Strom'", erklärt die Kita-Leitung Silvia Olbrich-Kammann und ist sich sicher, dass in Zukunft bewusster mit den "Stromfressern" umgegangen wird. "Für mich stand an diesem Tag ohne Telefon und Computer jedes einzelne Kind im Mittelpunkt – schön, so viel Zeit gehabt zu haben!"

Klimaschutz in Bildungseinrichtungen – mehr Unterstützung durch die Stadt

"In vielen Essener Kindertagesstätten und Grundschulen gibt es ein breites Engagement für den Klimaschutz. Unsere Aufgabe ist es, Verantwortliche, Eltern und nicht zuletzt die Kinder selbst bei ihren vielfältigen Projekten und Aktionen zu unterstützen", erklärt die Klimaschutzmanagerin für Bildungseinrichtungen Magdalena Burger, die seit Februar 2017 das Team der Essener Klimaagentur gemeinsam mit ihrem Kollegen Christoph Schösser erweitert.

"Es geht uns darum, bereits erlerntes, klimafreundliches Verhalten möglichst einfach in den Kita- und Schulalltag zu integrieren. Dabei kann ein Workshop mit den Eltern zum Thema Müllvermeidung genauso hilfreich sein wie der 'Tag ohne Strom' oder die Suche nach 'Tatorten' innerhalb des Schulgebäudes durch hochkarätige 'Energie-Detektive'. Wir versuchen, bereits entwickelte und erprobte Ansätze sinnhaft auf andere Einrichtungen zu übertragen", beschreibt die 29-jährige Landschaftsökologin die Zielsetzung ihrer Arbeit.

"Um diese Themen so vielen Kindern wie möglich nahe zu bringen, suchen wir weitere Erwachsene und Einrichtungen, die sich für nachhaltige Entwicklung in der Bildung engagieren wollen", ergänzt Christoph Schösser, der sich als Umweltpsychologe zum gleichen Thema mit etwas älteren Kids auseinandersetzt. "Wir wollen Menschen und Ideen verbinden, um das Thema noch stabiler dort zu verankern, wo für unsere Stadt die meisten Chancen entstehen: In den Köpfen der Essener Kinder."

Zur Klimaagentur

Die städtische Klimaagentur ist sichtbare und unabhängige Anlaufstelle für alle Belange rund um die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt.

Seit Beginn des Jahres wird ihr Portfolio durch zwei Klimaschutzmanager ergänzt, die städtische Bildungseinrichtungen sowohl inhaltlich-pädagogisch als auch durch konkrete Maßnahmen bei der Einsparung von Energie(-Kosten) unterstützen. Möglich wird diese Doppelstrategie durch die sogenannte "Kommunalrichtlinie", eine Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das die Personalkosten der engagierten Klimaschützer bis Ende 2020 zu 91 Prozent finanziert.

Die Klimaagentur Essen bietet den Bildungseinrichtungen, Bürgerinnen und Bürgern, dem Handwerk und Handel, den kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Vereinen und Kirchen in unserer Stadt unter anderem die Beratung rund ums Energiesparen, zum Einsatz erneuerbarer Energien und zur klimafreundlichen Mobilität.

Dabei reicht das Angebot von der Unterstützung von Verbraucherinnen und Verbrauchern im Alltag über die Begleitung durch den Förderdschungel mit konkreten Beantragungshilfen bis hin zur Vermittlung qualifizierter Fachleute für die reibungslose Abwicklung von Gebäudesanierungen.

Im Gegensatz zu ähnlichen Einrichtungen in anderen Städten ist die Essener Klimaagentur nicht nur ein Informations- und Beratungszentrum, sondern auch die zentrale Ansprechpartnerin für Initiativen, Vereine und Verbände: Sie unterstützt konkret Klimaprojekte auf allen Ebenen und vernetzt Ideen und Menschen. Die Einrichtung der Stadt Essen bietet den Raum zum Austausch, den der effektive Klimaschutz vor Ort braucht.

Alle Infos unter www.klimawerkstadtessen.de.

Ansprechpartnerin für das Projekt ist

Magdalena Burger
Klimaschutzmanagerin
Telefonnummer: 88 59210
E-Mail: Magdalena.Burger@umweltamt.essen.de

Herausgeber:

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Porscheplatz 1
45121 Essen
Telefon: +49 201 88 59200
Fax: +49 201 88 59009
E-Mail: klima@essen.de
URL: Klimawerkstadtessen

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