Szenenfoto: Freischuss "Queen Edward II. / Die Angekommenen" - eine Frau, zwei Männer, ein Mann sitzend Szenenfoto: Freischuss "Queen Edward II. / Die Angekommenen" (Foto: Stefan Arend)

Wenn aus Gejagten Jäger werden

Theater-Experiment über diskriminierendes Verhalten von Homosexuellen - am 13. Juli in der Grillo-Heldenbar. Der Eintritt kostet 8 Euro.

10.07.2017

Teil einer Minderheit zu sein, ist in den seltensten Fällen einfach: Oft werden die Betroffenen diskriminiert oder zum Gegenstand von Hohn, Spott und Ausgrenzung. Doch was passiert, wenn aus den ehemals Ausgeschlossenen und Verfolgten mit der Zeit Menschen werden, die in der Gesellschaft angekommen sind?

Auf Homosexuelle scheint diese Entwicklung zuzutreffen, glaubt zumindest Sascha Krohn, Regieassistent am Aalto-Musiktheater. In seinem Freischuss "Queen Edward II. / Die Angekommenen", der am Donnerstag, dem 13. Juli, 19:30 Uhr, erneut in der Heldenbar des Grillo-Theaters aufgeführt wird, verbindet Krohn die Renaissance-Tragödie "Edward II" des englischen Dramatikers Christopher Marlowe (1564-1593) mit der heutigen Zeit und bindet dabei als Experiment aktuelle und zeitgenössische Texte ein.

War in Marlowes Geschichte noch das Entsetzen groß und das tödliche Ende absehbar, als sich König Edward und dessen Liebhaber Gaveston als Paar outeten, sieht die Situation heute ganz anders aus: Lesben und Schwule gehören in Politik, Kunst und Gesellschaft wie selbstverständlich dazu. Und auch ihr Verhalten hat sich angeglichen: Wie viele ihrer Zeitgenossen zeigen sie sich wenig engagiert bis entpolitisiert. Mehr noch: In Kneipengesprächen oder Posts in sozialen Netzwerken nehmen diskriminierende Äußerungen über andere Minderheiten wie Flüchtlinge oder Migranten zu. Einige dienen sich zudem dem konservativen bis rechtsextremen Milieu an, ist Krohn aufgefallen. Doch wie gefährlich ist das Gebaren dieser "Angekommenen"? Gehört die finstere Zeit der Marlowe-Tragödie doch nicht der Vergangenheit an?

In der Inszenierung von Sascha Krohn wirken Raphael Baronner, Analía Conenna-Meier, Benjamin Heil, Linus Twardon, Silvia Weiskopf und Aless Wiesemann mit.

Karten kosten 8 Euro und sind im Vorverkauf im TUP-TicketCenter, Telefonnummer 81 22-200, erhältlich.

Herausgeber:

Theater und Philharmonie Essen GmbH
Opernplatz 10
45128 Essen
Telefon: +49 201 81 22236
Fax: +49 201 81 22118
E-Mail: martin.siebold@tup-online.de
URL: Schauspiel Essen

Service

Alle aktuellen Meldungen finden Sie auf www.essen.de/presseservice

Kontakt

Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45127 Essen
E-Mail: info@essen.de

 
Um das Informationsangebot der Internetseite nutzerfreundlicher zu gestalten, verwenden wir Cookies. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung weitere Informationen.
OK