Heizen mit Strom hat wieder Zukunft: Mit innovativer Technologie „made in Essen“ werden elektrische Speicherheizungen deutlich sparsamer und umweltfreundlicher. Foto: EWG

Essener Know-how macht´s möglich: Speicherheizungen werden zukunftsfähig

19.07.2017

Das 1963 in Essen gegründete Unternehmen tekmar setzt mit seinen innovativen Technologien auf Energieeffizienz. So auch im Bereich der Nachtspeicherheizungen, die dank intelligenter Steuerelektronik deutlich sparsamer und ökologischer werden. Die EWG unterstützte das Unternehmen bei der Beantragung von Fördermitteln und bei der Suche nach Kooperationspartnern.

Elektrische Speicherheizungen, allgemein bekannter unter dem Begriff „Nachtspeicherheizungen“, galten lange Zeit als teure und wenig umweltfreundliche Energiefresser. Im Jahr 2009 sollten sie im Zuge der Energieeinsparverordnung sogar nach einer Übergangsfrist verboten werden. Als der Beschluss jedoch vier Jahre später wieder aufgehoben wurde, begann für die zuvor als überholt geltende Technologie eine neue Ära.

Heizen mit Strom hat wieder Zukunft

Nun hat das Heizen mit Strom wieder Zukunft: Mit innovativer Technologie werden elektrische Speicherheizungen deutlich sparsamer und umweltfreundlicher. Maßgeblichen Anteil daran hat das Essener Unternehmen tekmar Regelsysteme GmbH. Der Spezialist für Regeltechnik entwickelte eine Elektronik zur intelligenten Steuerung von Nachtspeicherheizungen – sowohl für den Betrieb von Anlagen mit Speicheröfen als auch für Fußbodenheizungen. Damit bleibt dem Immobilienbesitzer eine kostspielige Umrüstung auf ein komplett neues Heizungssystem erspart. Denn mit der Technologie von tekmar, die nicht nur für Ein- und Mehrfamilienhäuser, sondern auch für Eigentumswohnungen genutzt werden kann, lassen sich bestehende Systeme problemlos und mit einem überschaubaren Zeit- und Kostenaufwand modernisieren: Die Heizungsanlage bleibt nahezu wie sie ist – teilweise oder komplett ausgetauscht wird nur die vorhandene Steuerelektronik.

Höhere Flexibilität durch ausgedehnte Niedertarifzeiten

Eine wesentliche Grundlage für die effizientere Nutzung von Speicherheizung ist die Erweiterung der Niedertarifzeiten. Während zu früheren Zeiten der preisgünstige „Nachtstrom“ tatsächlich nur nachts für wenige Stunden zur Verfügung stand, hat der unter anderem für das Ruhrgebiet verantwortliche Netzbetreiber Westnetz GmbH die Freigabezeiten erheblich ausgedehnt. Dies hat zur Folge, dass die Speicher heute täglich in einem Zeitraum von bis zu 19 Stunden elektrisch mit Wärme aufgeladen werden können.

Weniger Energie, mehr Komfort

Das Steuer- und Regelsystem von tekmar ist in der Lage, Energieaufnahme und Wärmeleistung individuell zugeschnitten auf die Lebensgewohnheiten und Anforderungen des Nutzers zu optimieren. Die Vernetzung der Heizquellen untereinander und Temperaturfühler im Speichergerät, im Wohnraum und außen am Gebäude machen es möglich, den Energiebedarf zu senken und dabei gleichzeitig den Wärmekomfort zu erhöhen. Bei der Aufladung berücksichtigt werden die Freigabezeiten des Netzbetreibers und die Wettervorhersage via Internet. Hinzu kommt die Nutzung moderner Kommunikationstechnologie: Mit einer App auf dem Smartphone oder dem Laptop kann die Heizung sogar aus der Ferne gesteuert werden.

Unterstützung durch die EWG

Die EWG - Essener Wirtschaftsförderung betreut tekmar seit mehreren Jahren. Auch im Zuge der Entwicklung und der Markteinführung des Steuerungssystems für Elektrospeicherheizungen unterstützte die EWG das Unternehmen, indem sie tekmar bei der Beantragung von Fördermitteln beratend zur Seite stand, die Westfälische Hochschule als Kooperationspartner vermittelte und bei der Suche nach Partnerunternehmen behilflich war.

Mehr Informationen unter: www.nachtspeicher-update.de

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