Keine weiteren Zuweisungen von Flüchtlingen in 2017

30.08.2017

Der Stadt Essen werden bis Ende 2017 keine neuen Flüchtlinge nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) zugewiesen. Das konnte Sozialdezernent Peter Renzel jetzt mit der Bezirksregierung Arnsberg vereinbaren.

Bereits seit März nimmt die Stadt Essen aufgrund ihrer hohen Erfüllungsquote von aktuell 99,4 Prozent nach dem Königsteiner Schlüssel keine neuen Flüchtlinge mehr auf.

Zuweisungen von Flüchtlingen unter Berücksichtigung der Wohnsitzauflage hat die Stadt Essen seit Einführung dieser Regelung im November 2016 noch gar nicht erhalten. In Essen leben schon viel mehr anerkannte Flüchtlinge als in anderen Kommunen Nordrhein-Westfalens. Derzeit erfüllt die Stadt Essen dabei ihre Quote mit 173,5 Prozent. Nach Essen kommen derzeit trotzdem jede Woche weiterhin Flüchtlinge, zum Beispiel im Rahmen des Familiennachzuges. Wenn die Wohnungen zu klein sind, werden die neu zugezogenen Familienmitglieder zur Verhinderung von Obdachlosigkeit auch in den Essener Übergangwohnheimen untergebracht.

Bisher wurden seit dem 1.1.2017 insgesamt 652 Flüchtlinge in Essen aufgenommen.

Aktuell leben 1.569 Personen in den Essener Flüchtlingsunterkünften, 1.379 davon in den elf Übergangsheimen im Stadtgebiet. Seit Januar 2016 konnten bereits über 5.200 Personen aus den Essener Flüchtlingseinrichtungen erfolgreich in Wohnungen vermittelt werden.

Um auf die sinkenden Zuweisungen zu reagieren hat die Stadt Essen im Laufe des Jahres mehrere Unterkünfte zur Unterbringung von Flüchtlingen freigezogen und geschlossen. Erklärtes Ziel von Verwaltung und Politik war es dabei die alten Übergangswohnheime aufzugeben, da die Ausstattung und die bauliche Substanz dieser Gebäude gegen eine weitere Nutzung sprach.

Insgesamt wurden bereits zehn ehemalige Übergangswohnheime für Flüchtlinge leergezogen. Die restlichen drei Behelfseinrichtungen an der Karolinger Straße im Nordviertel, des Berufsförderungswerkes der Bauindustrie Lüschershofstraße in Bergeborbeck und in der Barkhovenallee in Heidhausen werden Ende September beziehungsweise Ende November 2017 geschlossen.

Wie die freigezogenen Gebäude und alle bisher in der Planung berücksichtigten Grundstücke weiter genutzt werden können wird derzeit von der Verwaltung erarbeitet. Ein Konzept wird dem Rat der Stadt im September vorgelegt.

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