Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Auftaktveranstaltung EU-Zuwanderungs-Projekte Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Auftaktveranstaltung EU-Zuwanderungs-Projekte. Foto: Esma Öztürk, Kommunales Integrationszentrum Essen. Foto: Bernd Munzel

Auftaktveranstaltung der EU-Zuwanderungs-Projekte

22.09.2017

Das Kommunale Integrationszentrum Essen hat gemeinsam mit dem Diakoniewerk und dem Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten (VKJ) das Projekt "MifriN – Migrantinnen und Migranten in friedlicher Nachbarschaft" gestartet: Dabei geht es um Konfliktprävention und -mediation im Wohnumfeld und die Unterstützung der schulischen Integration von Kindern aus Bulgarien und Rumänien. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

"Gemeinsam mit vielen Partnern schaffen wir als Stadt Essen zahlreiche Angebote, um unsere Neubürgerinnen und Neubürgern bei ihrem Start in ihrem neuen Lebensumfeld zu unterstützen und zu begleiten. Es muss uns gelingen, die Menschen, die zu uns kommen, in die Lage zu versetzen, dass sie möglichst schnell von Sozialleistungen unabhängig werden und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können", erklärte Oberbürgermeister Thomas Kufen am Donnerstagnachmittag bei der Auftaktveranstaltung der Essener EU-Zuwanderungs-Projekte im Haus des Diakoniewerks in Bergerhausen.

Diakoniepfarrer Andreas Müller, dessen Organisation im Rahmen dieses Projekts den Stadtteil Altendorf betreut, zeigte sich "sehr zuversichtlich, dass das neue Projekt zu einer spürbaren Verbesserung der Situation und zur Stärkung der Nachbarschaft in Altendorf beitragen wird – ganz gemäß dem Motto des Diakoniewerks 'ZusammenLeben Gestalten'."
Ähnlich äußerte sich auch VKJ-Vorstand Martin Schlauch, dessen Organisation den Stadtteil Altenessen betreut, und ergänzte: "Das Projekt soll besonders den Kindern und Jugendlichen aus der Zuwanderer-Community helfen, sich im Schulsystem zurechtzufinden. Nur gute Bildung garantiert gelingende Integration."

Bei dieser Auftaktveranstaltung präsentiert wurden auch die Ergebnisse der anderen, bereits laufenden Projekte des Kommunalen Integrationszentrums zur EU-Zuwanderung:
"MiA – Migrantinnen und Migranten in Arbeit" – das "traditionsreichste" Projekt gemeinsam mit der NEUE ARBEIT der Diakonie – ist aus der Pilotphase heraus und für weitere vier Jahre abgesichert.
Das im letzten Jahr gestartete Projekt "bzw – Beratung für Zugewanderte und Wohnungslose" läuft bis 2018 weiter, hat aber im Teilprojekt "MiO – Migrantinnen und Migranten in Orientierung" mit der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Borbeck-Vogelheim einen neuen Partner mit an Bord. Das andere Teilprojekt – "Wubb – Wohnungslose unterstützen, beraten und begleiten" – läuft weiterhin in Kooperation mit Diakoniewerk und Caritas.

Heike Ufermann, kommissarische Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, verwies auf einen deutlichen Unterschied zur Situation in anderen Ruhrgebietsstädten: "Das ist die Wahrnehmung der EU-Zuwanderung in der veröffentlichten Meinung in und über Essen: Zweifellos vorkommende Probleme in Folge dieser Zuwanderung werden hier in Essen nicht einseitig den Zuwanderern angelastet – das ist ganz wichtig für die Stimmungslage in unserer Stadt. Hinzu kommt: Über unsere EU-Zuwanderer-Projekte ist in den letzten Jahren in der Lokalpresse immer wieder ausgesprochen positiv berichtet worden – das unterstützt unsere Arbeit und das stärkt auch die Motivation aller, die sich in diesem Aufgabenfeld engagieren."

Der Essener Europa-Abgeordnete Jens Geier bot den EU-Zuwanderer-Projekten ausdrücklich seine Unterstützung an und erklärte, er wolle sich dafür einsetzen, dass solcherart Projekte auch in der nächsten Förderperiode der EU wieder ermöglicht werden sollten.

Umrahmt wurde die Veranstaltung mit Musik und Clownerie aus Bulgarien sowie Bildern aus den Herkunftsländern Bulgarien und Rumänien.

Hinweis an die Redaktionen:
Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Esma Öztürk, Kommunales Integrationszentrum Essen, Telefon 88-88482.

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