Neues Innenstadtkonzept der Stadt Essen

28.09.2017

Die Verwaltung hat gestern (27.9.) Vorschläge zur Steigerung der Attraktivität der Essener Innenstadt in den Rat der Stadt Essen eingebracht. Die Vorschläge basieren auf dem "Entwicklungsprozess Innenstadt Essen 2016", der von der EMG – Essen Marketing GmbH durchgeführt wurde.

Der Maßnahmenkatalog umfasst sieben Themenblöcke und reicht von der Verbesserung des Images und der Bekanntheit, über neue Veranstaltungsformate oder eine verbesserte Aufenthaltsqualität auch Themen, wie die bessere verkehrliche Erreichbarkeit oder die Sauberkeit.

Als neue Veranstaltungsformate könnte beispielsweise monatlich der "Lange Freitag" in der gesamten Innenstadt angeboten werden oder leerstehende Ladenlokale – ähnlich wie in Köln oder Berlin – kostengünstiger und zeitlich befristet an kreative oder innovative Konzepte vermietet werden. Um die Aufenthaltsqualität nachhaltig zu verbessern, wird vorgeschlagen, die bestehenden Verkaufsstände entlang der Kettwiger Straße nicht nur neu anzuordnen, sondern auch in ihrer Gestaltung zu vereinheitlichen. Darüber hinaus haben sich viele am Prozess Beteiligte für eine Begrünung der Innenstadt ausgesprochen. Auch eine Erneuerung der Beschilderung der Sehenswürdigkeiten im Innenstadtkern wird vorgeschlagen.

Eine bessere Erreichbarkeit der Innenstadt könnte durch die Anbindung der Kernstadt an die nördliche Innenstadt bzw. das Universitätsviertel über die Friedrich-Ebert-Straße erreicht werden. Der nördliche Innenstadtbereich könnte dann auch als Parkzone 2 (erweiterter Citybereich) eingestuft werden, um kostengünstigere Parkmöglichkeiten zu bieten. Und zur Unterstützung des Radverkehrs könnte ein Innenstadt-Radwege-Konzept auch jenseits der großen Ein-und Ausfallstraßen erstellt werden. Unter Einbindung von Partnerschaften und Kooperationen könnten des Weiteren bewachte Radstationen, Fahrradparkmöglichkeiten sowie ein Fahrradverleihnetz eingebunden werden.

Um die Sicherheit und die Sauberkeit vor allem im Innenstadtbereich zu fördern, könnte ein Quartiermanagement eingeführt werden. Zur besseren Auffindbarkeit der Toilettenanlagen in der Essener Innenstadt sollen sowohl eine bessere Ausschilderung mit Hilfe von Signets erfolgen als auch ein Infoflyer erstellt werden.

Mit einem möglichen Auftrag des Rates der Stadt Essen in der kommenden Ratssitzung im November kann die Verwaltung im nächsten Schritt die unterschiedlichen Maßnahmen auf Umsetzung prüfen, die jeweilige Finanzierung sicherstellen und sukzessive umsetzen.

Alle bereits erfolgten und geplanten Maßnahmen finden Sie hier.

Zum Hintergrund

Im November 2014 wurde die Verwaltung mit der Entwicklung eines neuen Innenstadtkonzeptes beauftragt. Ziel des Konzeptes sollte es sein, Maßnahmen zu entwickeln, die Essener Innenstadt attraktiver zu gestalten. Im Rahmen von in 2015 durchgeführten Workshops unter Beteiligung unterschiedlicher Akteure, Interessenvertretungen und Organisationen sowie externer Partner wurden konzeptionelle Handlungsansätze in insgesamt 14 verschiedenen Themenfeldern festgelegt.

Auf Basis der identifizierten Themenfelder und Handlungsansätze sowie einer Stärken-Schwächen-Analyse wurde die EMG – Essen Marketing GmbH damit beauftragt, Möglichkeiten zur Umsetzung zu erarbeiten und vor allem finanzielle Deckungsmöglichkeiten vorzuschlagen. Diese sind in einem Zwischenbericht der EMG im November 2016 vorgelegt worden. Darüber hinaus hat auf Initiative von Oberbürgermeister Thomas Kufen eine Anhörung der folgenden Gruppen stattgefunden:

  • Allbau GmbH (vorher AG),
  • Bürgerschaft Essen- Stadtmitte e.V.,
  • GALERIA Kaufhof Essen,
  • DEHOGA Nordrhein e.V.,
  • IHK zu Essen,
  • Haus der Technik (HdT),
  • Suchthilfe direkt Essen gGmbH,
  • Deutsche Bank AG,
  • Entsorgungsbetriebe Essen (EBE),
  • Immobilien- und Standortgemeinschaft Nördliche Innenstadt Essen e.V. / ISG Essen CityNord,
  • Evangelische Kirche in Essen und Domkapitel Essen,
  • Diakoniewerk Essen,
  • IEW – Interessengemeinschaft Essener Wirtschaft e.V.

Die erfolgten Anregungen und Ergänzungen sind ebenfalls in den Zwischenbericht mit eingeflossen.

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